25 March 2026, 12:08

Platonische Küsse unter Freunden: Warum Promis wie Scarlett Johansson Grenzen verschwimmen lassen

Eine Zeichnung eines Mannes und einer Frau, die sich umarmen und küssen, mit einem Schädel im Hintergrund.

Platonische Küsse unter Freunden: Warum Promis wie Scarlett Johansson Grenzen verschwimmen lassen

Öffentliche Zuneigungsbekundungen durch platonisches Küssen unter Freunden sind in den letzten Jahren sichtbarer geworden. Prominente wie Scarlett Johansson, Hannah Waddingham und Cat Deeley haben sich in nicht-romantischen Lippenküssen mit engen Freunden gezeigt. Diese Gesten, die einst in der Mainstream-Kultur selten waren, spiegeln heute einen breiteren Wandel wider – hin zu einer offeneren Ausdrucksweise von Zuneigung.

Im Juni 2026 küsste Scarlett Johansson auf dem roten Teppich ihren Freund und Jurassic World: Rebirth-Kollegen Jonathan Bailey. Bailey verteidigte später diesen Moment mit den Worten: "Ich glaube daran, Liebe auf alle möglichen Arten zeigen zu können." Johanssons Ehemann, Colin Jost, soll mit dem Kuss kein Problem gehabt haben und verwies darauf, wie offen Bailey mit seiner Sexualität umgehe.

Schon zuvor hatte die Moderatorin von This Morning, Cat Deeley, zum Geburtstag ein Foto gepostet, das sie beim Lippenkuss mit ihrer besten Freundin, der Designerin Charlie Brear, zeigt. Deeley beschreibt solche "Freundinnen-Küsse" als natürlichen Bestandteil ihrer Freundschaften – als Rituale der Verbundenheit. Auch Prominente wie Hannah Waddingham, Gigi Hadid und Madonna veröffentlichten Bilder, auf denen sie enge Freunde in nicht-sexuellen Kontexten küssen.

Experten zufolge haben diese Zuneigungsbekundungen einen evolutionären Hintergrund: Küssen als Zeichen von Vertrauen und sozialer Bindung. Auch im Tierreich gibt es ähnliche Verhaltensweisen, oft zur Stärkung mütterlicher oder gruppeninterner Beziehungen. Die Kommunikationsberaterin Judi James weist darauf hin, dass Hollywood solche Gesten schon lange normalisiert habe – doch erst jetzt habe die öffentliche Wahrnehmung nachgezogen. Sogar der Begriff "Guppy-Kuss" – ein spielerischer, nicht-romantischer Kuss – hat sich etabliert, um solche Momente zu beschreiben, ähnlich den unschuldigen Küssen, die Kinder mit Familienmitgliedern teilen.

In den letzten fünf Jahren hat die westliche Medienlandschaft diese Art von Zuneigung offener dargestellt. Serien wie Heartstopper und Persönlichkeiten wie Harry Styles haben zu einem kulturellen Wandel beigetragen, bei dem platonische Lippenküsse heute weitläufig als liebevoll und nicht als romantisch wahrgenommen werden. Die Rolle der sozialen Medien bei der Normalisierung vielfältiger Liebesbekundungen hat zudem Stigmatisierungen abgebaut – besonders, da Homophobie zurückgeht.

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Die zunehmende Sichtbarkeit platonischen Küssens spiegelt veränderte Einstellungen zu körperlicher Zuneigung wider. Was einst missverstanden wurde, wird heute oft als natürliche Erweiterung von Freundschaft gefeiert. Für viele unterstreichen diese Gesten lediglich, was Wissenschaft und Kultur schon lange naheliegen: Küssen kann Verbindung bedeuten – nicht nur Romantik.

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