Pflege- und Sozialberufe: Löhne steigen stark – doch die Gehaltslücke bleibt
Pflege- und Sozialberufe: Löhne steigen stark – doch die Gehaltslücke bleibt
Löhne in Deutschlands Gesundheitswesen, Sozialdiensten und Pflege steigen deutlich – doch die Gehälter hinken noch hinterher
In den letzten fünf Jahren sind die Löhne in den deutschen Gesundheits-, Sozial- und Pflegeberufen deutlich gestiegen. Zwischen 2021 und 2025 lagen die Gehaltssteigerungen mit 15 bis 20 Prozent über denen in Branchen wie der Industrie oder dem Einzelhandel. Dennoch bleiben die Einkommen in diesen Bereichen weiterhin hinter Sektoren wie IT oder Ingenieurwesen zurück.
Drei große Arbeitgeber – Caritas Dortmund, Diakonie Stetten und die Johanniter-Unfall-Hilfe – zeigen dabei deutliche Unterschiede bei der Bezahlung, der Mitarbeiterzufriedenheit und der Unternehmenskultur.
Tarifverträge und Anpassungen des Mindestlohns haben das jüngste Lohnwachstum vorangetrieben. So brachte etwa der TVöD-Pflege-Tarifvertrag 2023 Pflegekräften monatlich 340 Euro mehr ein. Dadurch liegen die Verdienste in diesem Bereich nun deutlich über dem nationalen Durchschnitt anderer Branchen.
Caritas Dortmund führt bei der Mitarbeiterbewertung: Mit 4,5 Sternen auf kununu und einer Weiterempfehlungsquote von 93 Prozent liegt der Träger weit vorne. Die Bewertung der Unternehmenskultur übertrifft den Branchendurchschnitt um 19 Prozent, während die Gehaltszufriedenheit bei 75 Prozent liegt – 17 Punkte höher als im Schnitt. Die Organisation zahlt Erzieher:innen in der Frühpädagogik die höchsten Löhne des Sektors, allerdings variieren die Gehälter stark. Während Hauswirtschaftsleiter:innen rund 26.900 Euro jährlich verdienen, kommen Pflegedienstleitungen auf bis zu 62.300 Euro.
Diakonie Stetten folgt dicht dahinter mit 4,3 Sternen auf kununu und einer Weiterempfehlungsrate von 84 Prozent. Hier sind die durchschnittlichen Pflegegehälter unter den drei Arbeitgebern am höchsten – sie reichen von 33.500 Euro für Pflegehelfer:innen bis zu 89.700 Euro für Marketingleiter:innen. 67 Prozent der Beschäftigten sind mit ihrem Gehalt zufrieden, neun Punkte über dem Branchenschnitt.
Die Johanniter-Unfall-Hilfe hingegen hinkt sowohl bei den Bewertungen als auch bei der Gehaltszufriedenheit hinterher. Mit 3,4 Sternen auf kununu würden nur 65 Prozent der Mitarbeiter:innen den Arbeitgeber weiterempfehlen. Die Gehälter reichen von 29.600 Euro für Fahrer:innen bis zu 91.200 Euro für kaufmännische Leiter:innen, doch die Zufriedenheit mit der Bezahlung entspricht mit 56 Prozent gerade einmal dem Branchendurchschnitt.
Die Lohnerhöhungen der letzten fünf Jahre haben die Gesundheits- und Sozialbranche im Vergleich zu anderen Sektoren wettbewerbsfähiger gemacht. Dennoch bestehen weiterhin deutliche Unterschiede zwischen den Arbeitgebern: Caritas Dortmund und Diakonie Stetten schneiden sowohl bei der Gehaltszufriedenheit als auch bei den Arbeitsplatzbewertungen besser ab als die Johanniter. Für Beschäftigte in diesen Bereichen bleibt die Bezahlung zwar ein zentraler Faktor – doch auch die Unternehmenskultur und die Karrierechancen spielen eine immer größere Rolle.
Thore Schölermann tauscht The Voice of Germany gegen McDonald's-Filialen in Aachen
Eine Augenverletzung, eine Hundebrille und drei McDonald's-Filialen: Wie Thore Schölermanns Leben nach The Voice völlig neu begann. Der Moderator wird zum Unternehmer – mit unerwarteten Wendungen.
Großrazzia in Mönchengladbach: Massive Verstöße gegen Arbeitsrecht aufgedeckt
Zoll und Polizei schlagen zu: In Mönchengladbach fliegen illegale Praktiken auf. Wer profitiert von Lohnbetrug – und wer zahlt den Preis?
Rassistischer Überfall am Bahnhof Soest: Polizei sucht Zeugen nach brutaler Attacke
Ein junger Mann wird auf offener Straße beschimpft, geschlagen und getreten – nur weil er anders aussieht. Wer hat "Julian" gesehen?
19-Jähriger prallt mit unzugelassenem Motorrad in Bochum gegen Betonblöcke
Ein junger Motorradfahrer kämpft nach einem nächtlichen Crash in Bochum um sein Leben. War Übermut oder Technikversagen schuld? Die Polizei ermittelt.
Stuttgart lädt ein: Wie die Wärmewende gemeinsam gelingt
Die Zukunft der Wärmeversorgung beginnt jetzt. Erfahren Sie, wie Stuttgart bis 2045 klimaneutral heizen will – und warum Ihre Stimme zählt.
Defekte Ampeln an der B61: Warum Güterslohs Verkehr seit Monaten leidet
Monatelang versagten die Ampeln an Güterslohs wichtigster Straße – doch warum? Die Antwort liegt in 26 Jahre alter Technik und einem Wettlauf gegen die Zeit. Jetzt sollen neue Leuchtmittel den Verkehr endlich flüssig halten.
Riesiger Batteriespeicher in Ibbenbüren revolutioniert die Energieversorgung Nordrhein-Westfalens
Vom Bergbau zur Energiezukunft: Ein Speicher so groß wie sieben Fußballfelder soll Ibbenbüren zum Herzstück der erneuerbaren Energie machen. Warum das Projekt bundesweit Maßstäbe setzt.
Solinger Notfallseelsorge kämpft um finanzielle Stabilität trotz wachsender Nachfrage
Ohne Rücklagen und Spenden wäre die emotionale Nothilfe in Solingen längst am Ende. Warum die Seelsorger:innen jetzt dringend Sponsoren suchen.
KiK schließt 25 Filialen in Deutschland – erste Standorte stehen bereits fest
Der Textildiscounter KiK zieht die Reißleine: Dutzende Filialen machen dicht. Warum gerade jetzt – und welche Städte besonders betroffen sind.
Betrüger locken mit falschen Dollar-zu-Euro-Renditen – Mann verliert Tausende
Was als harmlose Investition begann, endete im finanziellen Desaster. Die Polizei warnt vor perfiden Tricks – und wie Sie sich wehren können.
Lünen startet Fachforum für Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten und Migrant:innen
Wie gelingt die Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Geflüchteten? Lünens neues Forum zeigt Lösungen für rechtliche Hürden, Sprachbarrieren und zukunftsorientierte Personalplanung. Mit dabei: Praxisbeispiele aus der Region.
10.000 Kilometer für den guten Zweck: Radfahrer unterstützt action medeor auf epischer Europa-Tour
Ein Mann, ein Fahrrad, ein großer Traum: Mathias Huppenbauer trotz Winden und Höhenmetern – alles für medizinische Nothilfe. Seine Reise zeigt, wie Abenteuer und Solidarität verschmelzen.