Overath zeigt Flagge: Große Kundgebung gegen Rechtsextremismus am 20. Februar
Mila WalterOverath zeigt Flagge: Große Kundgebung gegen Rechtsextremismus am 20. Februar
Kundgebung gegen Rechtsextremismus am 20. Februar 2023 in Overath
Am 20. Februar 2023 findet in Overath eine Demonstration gegen rechtsextreme Bestrebungen statt. Organisiert wird die Veranstaltung vom Aktionskreis für Demokratie und gegen Rechtsextremismus Rhein-Berg. Beginn ist um 17 Uhr auf dem Bahnhofsplatz. Die Kundgebung steht im Zusammenhang mit wachsender lokaler Gegenwehr gegen ausgrenzende und undemokratische Strömungen in der Region.
Die Demonstration erhält Unterstützung von verschiedenen Gruppen. Der Verein Bergisch Gladbach für Demokratie und Vielfalt, dessen Vorsitzender Roland Vossebrecker ist, betont die Notwendigkeit eines sichtbaren Engagements gegen Intoleranz. Auch die Initiative Omas gegen Rechts sowie der Kreisvorstand der Partei Die Linke rufen zur Teilnahme auf und bezeichnen den Rheinisch-Bergischen Kreis als einen Ort der Offenheit und der Menschenrechte.
Parallel zur Kundgebung läuft eine Unterschriftenaktion für ein Verbot der AfD, die in Bergisch Gladbach in den vergangenen zwei Wochen bereits fast 600 Unterstützerunterschriften gesammelt hat. Interessierte können sich jeden Samstag von 10 bis 13 Uhr an einem Infostand in der Fußgängerzone eintragen. Die Initiative spiegelt einen breiteren Widerstand in Nordrhein-Westfalen wider, wo laut einem Bericht von Attac aus dem Februar 2026 bereits über 50 Städte ein AfD-Verbot fordern.
In anderen Regionen wurden bereits rechtliche Schritte gegen die Partei eingeleitet. So schlossen Gerichte in Rheinland-Pfalz im September 2025 AfD-Kandidaten in Ludwigshafen von Wahlen aus. Neue Gesetze blockieren zudem die Finanzierung von Mitarbeitenden, die als verfassungsfeindlich eingestuft werden.
Die Kundgebung und die Unterschriftenkampagne unterstreichen die anhaltenden Bemühungen, demokratische Werte in der Region zu verteidigen. Mit Rückhalt durch lokale Vereine und politische Gruppen zielen die Aktionen darauf ab, den Widerstand gegen rechtsextreme Ideologien zu stärken. Weitere Initiativen sind zu erwarten, da die Gegenwehr in Nordrhein-Westfalen und darüber hinaus wächst.






