Open-Source-Software ist laut Studie genauso sicher wie proprietäre Alternativen
Mila WalterOpen-Source-Software ist laut Studie genauso sicher wie proprietäre Alternativen
Open Source Business Alliance (OSBA) veröffentlicht Studie zum Sicherheitsvergleich von Open-Source- und proprietärer Software
Die Open Source Business Alliance (OSBA) hat eine Studie veröffentlicht, die die Sicherheit von Open-Source- und proprietärer Software vergleicht. Die von der Universität Bonn durchgeführte Untersuchung widerlegt die Annahme, dass sich die beiden Softwaretypen grundlegend unterscheiden. Die Studie wurde in Auftrag gegeben, um ein klareres Bild der jeweiligen Stärken und Schwächen zu zeichnen.
Laut der Studie lässt sich die Sicherheit von Software ohne Zugang zum Quellcode nicht vollständig bewerten. Zudem wird betont, dass Open-Source-Projekte schnellere Fehlerbehebungen, nutzergenerierte Patches und eine größere Transparenz ermöglichen. Falls ein Projekt aufgegeben wird, kann es zudem durch Forks oder neue Maintainer weitergeführt werden.
Gleichzeitig warnt der Bericht vor ungleichmäßiger Unterstützung und mangelhafter Dokumentation bei mancher Open-Source-Software. Im Gegensatz dazu biete proprietäre Software rechtliche Sicherheit und kalkulierbarere Kosten. Die Studie enthält zudem Empfehlungen zu Best Practices und Qualitätskriterien, um Open-Source-Projekte zu verbessern.
Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) unterstützt die Ergebnisse und erklärt, Open-Source-Software sei mindestens genauso sicher wie proprietäre Alternativen. Die Studie kommt zu dem Schluss, dass die traditionelle Trennung zwischen beiden Modellen nicht mehr zeitgemäß ist.
Der Bericht hebt die zentralen Vor- und Nachteile beider Softwaretypen hervor. Open-Source-Software könne bei korrekter Umsetzung sogar ein höheres Sicherheitsniveau als proprietäre Lösungen erreichen, so die Autoren. Die Unterstützung durch das BSI unterstreicht die Glaubwürdigkeit der Studienergebnisse.
