Öffentlicher Dienst bekommt bis zu 17 Prozent mehr Gehalt – doch wer zahlt die Rechnung?
Maximilian MaierÖffentlicher Dienst bekommt bis zu 17 Prozent mehr Gehalt – doch wer zahlt die Rechnung?
Beschäftigte im öffentlichen Dienst in Deutschland können sich in den nächsten zwei Jahren über deutliche Gehaltserhöhungen freuen. Die Anpassungen gelten für Bundes- und Kommunalangestellte, wobei die Löhne um bis zu 17 Prozent steigen sollen. Mit diesem Schritt soll der öffentliche Sektor im Wettbewerb mit der Privatwirtschaft um Fachkräfte gestärkt werden.
Laut dem neuen Tarifvertrag steigen die Grundgehälter ab dem 1. März 2024 um 200 Euro. Es folgt eine weitere Lohnerhöhung um 5,5 Prozent. Insgesamt werden die Einkommen der Beschäftigten dadurch um mindestens 340 Euro ansteigen.
Die Einigung hat jedoch ihren Preis für den Bund: 2023 und 2024 werden rund 5 Milliarden Euro fällig, ab 2025 dann jährlich etwa 3,75 Milliarden Euro. Auch die Kommunen müssen mit dauerhaften Mehrausgaben für Personal in Höhe von rund 17 Milliarden Euro rechnen.
Ingo Schäfer, SPD-Bundestagsabgeordneter, setzt sich nun für einen Fonds zur Bewältigung von Altschulden ein. Wird dieser noch bis Ende 2023 eingerichtet, könnten Städte wie Solingen, Remscheid und Wuppertal mehr finanzielle Spielräume für zukünftige Investitionen erhalten.
Die Gehaltserhöhungen treten ab kommendem Jahr schrittweise in Kraft. Die Kosten tragen Bund und Kommunen gemeinsam. Der Altschuldenfonds könnte die Haushalte vor Ort entlasten, indem er langfristige Investitionsplanungen ermöglicht.
