07 March 2026, 04:07

Obscene-Messe in Karlsruhe: Wie 27.000 Besucher Fetisch-Kultur neu entdecken

Eine alte deutsche Visitenkarte mit einem Bild von einem Paar Handschuhe und einem Text, der den Inhalt der Karte beschreibt.

Obscene-Messe in Karlsruhe: Wie 27.000 Besucher Fetisch-Kultur neu entdecken

Die Obscene-Messe, ein Großereignis für Kink-, BDSM- und Fetisch-Enthusiasten, lockte 2025 rund 27.000 Besucher nach Karlsruhe. Während viele mit Begriffen wie Bondage, Sadomasochismus oder Fessel-Fetische wenig anfangen können, weckte der spielerische Slogan der Messe – Leb deinen Fantasien – zusammen mit dem freizügigen Plakat, das zwei gefesselte Frauen und einen Mann zeigt, auch außerhalb der üblichen Szene Neugierde.

Reporter Christian Karsch besuchte die Veranstaltung, um für einen Beitrag die Stimmung einzufangen. Er erwartete eine intensive oder gar einschüchternde Atmosphäre, traf stattdessen aber auf ein überraschend lockeres und inklusives Umfeld. Die Besucher, so sein Eindruck, wirkten zugänglich und ganz normal – weit entfernt von den Klischees, die mit solchen Treffen oft verbunden werden.

Auch Karschs Podcast Der Gangster, der Junkie und die Hure berührt diese Welt. Neu in dieser Staffel ist Nina, eine professionelle Dominatrix, deren Erfahrungen den Hörern einen Blick hinter die Kulissen der Szene ermöglichen.

Die Messe selbst bot ein breites Programm – von Workshops bis zu Performances –, alles unter dem Dach von Erotik und BDSM. Trotz der provokanten Außendarstellung betonten die Veranstalter, dass Einverständnis, Aufklärung und Gemeinschaft im Mittelpunkt stünden.

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Die Rekordbesucherzahlen der Obscene deuten auf ein wachsendes Interesse an Kink- und Fetischkultur hin. Karschs Berichterstattung sowie Ninas Beiträge in seinem Podcast könnten dazu beitragen, diese Praktiken einem breiteren Publikum näherzubringen. Der offene und einladende Charakter der Veranstaltung, so seine Beobachtung, könnte lang gehegte Vorurteile über die Szene ins Wanken bringen.

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