29 June 2026, 18:15

NRW streicht überraschend den Wohneigentumsbonus – Familien bleiben auf Kosten sitzen

FDP: Landesregierung muss 'Kampagne gegen Wohneigentum' beenden

NRW streicht überraschend den Wohneigentumsbonus – Familien bleiben auf Kosten sitzen

Die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen hat den „NRW-Wohneigentumsbonus“ überraschend während der Sommerpause eingestellt. Das Förderprogramm sah Zuschüsse von bis zu 10.000 Euro vor, um Familien den Kauf eines Eigenheims zu erleichtern. Kritiker werfen der CDU vor, damit ein Versprechen gebrochen zu haben, die Mittel bis zu ihrer vollständigen Ausschöpfung bereitzustellen.

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Das 2022 gestartete Programm unterstützte allein in Solingen 419 Haushalte. Diese erhielten insgesamt 2.889.156 Euro, im Schnitt etwa 6.895 Euro pro Familie. Ziel der Förderung war es, Wohneigentum für viele erschwinglicher zu machen.

Jürgen Albermann, Fraktionsvorsitzender der FDP im Landtag, übt scharfe Kritik an der Entscheidung. Er argumentiert, dass der Schritt den Erwerb von Wohneigentum weiter erschwere und verteuere. Zudem verurteilte Albermann die Erhöhung der Grunderwerbsteuer durch die Landesregierung, die nun die höchste in ganz Deutschland sei.

Albermann fordert die Koalition auf, ihre Politik zu überdenken. Er spricht von einem „Angriff auf das Wohneigentum“ und verlangt, dass die Regierung Steuern und Abgaben im Immobilienbereich senkt. Die Bürger seien zunehmend verärgert über die steigenden Kosten beim Kauf, Bau und Wohnen im eigenen Haus, so Albermann.

Die plötzliche Streichung des Programms lässt viele Familien ohne die erwartete Unterstützung zurück. Die Entscheidung verschärft zudem die Sorgen über steigende Immobilienpreise in der Region. Die Kritik der FDP unterstreicht die wachsende Unzufriedenheit mit der Wohnungsbaupolitik des Landes.

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