NRW-Polizei setzt auf Open-Source-Intelligence für digitale Ermittlungen
Anna SchmitzNRW-Polizei setzt auf Open-Source-Intelligence für digitale Ermittlungen
Nordrhein-Westfalens Polizei baut digitale Kompetenzen mit großem Open-Source-Intelligence-Schub aus
Die Polizei in Nordrhein-Westfalen stärkt ihre digitalen Fähigkeiten mit einer umfassenden Initiative im Bereich Open Source Intelligence (OSINT). Ziel ist es, Beamte darin zu schulen, öffentlich zugängliche Informationen aus dem Internet systematisch zu sammeln und auszuwerten. Eine der Schlüsselfiguren dieser Bestrebungen ist Marc Restemeyer, ein 37-jähriger Regierungsangestellter und Ausbilder beim Landesamt für Ausbildung in Neuss.
Restemeyer leitet die Schulungen für Nachwuchskräfte beim Landeskriminalamt (LKA) sowie für Beamte der neu gegründeten Digitalstreifen, die in allen sechs regionalen Polizeibehörden des Landes im Einsatz sind. Die Fortbildungen finden dabei vollständig an den Arbeitsplätzen der Teilnehmer statt – mit der bereits vorhandenen Hardware und Software.
Zu den ersten Gruppen, die im Oktober 2025 mit der Ausbildung beginnen, gehört Jannik Doktorowski, ein 39-jähriger Kriminalhauptkommissar aus Bielefeld. Parallel dazu ist Laura Ellrich, eine 28-jährige Polizistin, seit 2022 in der Staatsschutzabteilung des LKA tätig und arbeitet seit Herbst 2024 im Team von Fabian Coenen.
Coenen leitet die Unterabteilung 22.2 beim LKA in Düsseldorf, die sich auf OSINT bei politisch motivierter Kriminalität spezialisiert hat. Unterstützt wird diese Arbeit von sechs Fachgruppen, darunter eine unter der Leitung von Swen Schubert in Köln. Diese Teams stellen ihr OSINT-Wissen in den Dienst des Staatsschutzes, um die Ermittlungen zu stärken.
Das Programm markiert einen bedeutenden Ausbau der digitalen Polizeiarbeit in Nordrhein-Westfalen. Beamte wie Ellrich und Doktorowski werden künftig OSINT-Methoden in ihrem Arbeitsalltag anwenden. Die Initiative unterstreicht die wachsende Bedeutung von Online-Aufklärung für die moderne Strafverfolgung.






