17 March 2026, 14:07

NRW plant revolutionäres Wohnraumgerechtigkeitsgesetz gegen Mietwucher und Verwahrlosung

Reihe von Mietshäusern mit Fenstern, Türen, Säulen, Geländern, Stufen und Dächern, umgeben von einem Metallzaun, Gras, Pflanzen, Bäumen und einem bewölkten Himmel, mit einem Mietschild, das die Adresse 5901 S Elmwood Ave, Chicago 60618 anzeigt.

Gesetz gegen Schrottimmobilien und unerträgliche Unterkünfte - NRW plant revolutionäres Wohnraumgerechtigkeitsgesetz gegen Mietwucher und Verwahrlosung

Nordrhein-Westfalen plant neues Wohnraumgerechtigkeitsgesetz zur Verbesserung der Wohnverhältnisse

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Nordrhein-Westfalen will ein neues Wohnraumgerechtigkeitsgesetz einführen, das die Lebensbedingungen im gesamten Bundesland verbessern soll. Das geplante Gesetz legt verbindliche Standards für sicheres und bewohnbares Wohnen fest und geht gegen ausbeuterische Mietpraktiken vor. Falls es verabschiedet wird, ersetzt es das Wohnraumstärkungsgesetz von 2021 und bringt erhebliche Änderungen für Mieter:innen und Vermieter:innen mit sich.

Der Entwurf des Wohnraumgerechtigkeitsgesetzes wurde bereits vom Landeskabinett gebilligt. Bis Mitte April können nun Verbände, Interessenvertreter:innen und die Öffentlichkeit Stellung nehmen, bevor im Juni die endgültige Abstimmung im Landtag ansteht. Ein zentraler Punkt des Gesetzentwurfs ist eine Generalklausel, die vorschreibt, dass alle Wohn- und Unterkunftsräume – auch vorübergehende – sicher, instand gehalten und zum Bewohnen geeignet sein müssen.

Nach den neuen Regeln tragen Mieter:innen künftig eine Mitverantwortung für die Erhaltung ihrer Wohnung. Zudem führt das Gesetz ein Treuhändersystem ein, um vernachlässigte Immobilien zu verwalten, deren Eigentümer:innen ihrer Instandhaltungspflicht nicht nachkommen. In extremen Fällen kann als letztes Mittel sogar eine Enteignung erfolgen, um die Wohnstandards durchzusetzen.

Das Gesetz legt außerdem Mindeststandards für Arbeiterunterkünfte fest und verbietet ausbeuterische Mietpraktiken. Zwar gibt es in ganz Nordrhein-Westfalen Berichte über mangelhafte Wohnverhältnisse, doch liegen keine konkreten öffentlichen Daten darüber vor, wie viele Kommunen von intransparenten Mietverträgen oder verfallenen Gebäuden betroffen sind.

Das Wohnraumgerechtigkeitsgesetz markiert einen wichtigen Schritt zur Regulierung des nordrhein-westfälischen Mietmarkts. Sollte es im Juni verabschiedet werden, wird es strengere Instandhaltungsvorschriften durchsetzen, eine Aufsicht über schlecht verwaltete Immobilien einführen und Mieter:innen vor unfairen Praktiken schützen. Der Erfolg des Gesetzes hängt jedoch von seiner Umsetzung und der Reaktion von Vermieter:innen wie Mieter:innen im gesamten Bundesland ab.

Quelle