NRW bremst beim Ausbau der Wasserkraft – nur ein Wasserrad als Fortschritt 2025
Maximilian MaierVerband kritisiert Stillstand bei Wasserkraftausbau in NRW - NRW bremst beim Ausbau der Wasserkraft – nur ein Wasserrad als Fortschritt 2025
Nordrhein-Westfalen: Keine neuen klassischen Wasserkraftwerke 2025 – außer einem kleinen Wasserrad in Düren
In Nordrhein-Westfalen (NRW) wurden 2025 abgesehen von einem einzigen kleinen Wasserrad in Düren keine neuen klassischen Wasserkraftwerke gebaut. Der Landesverband Erneuerbare Energien NRW (LEE NRW) verzeichnet seit zwei Jahren einen vollständigen Stillstand beim Ausbau. Diese Stagnation wirft Fragen zur Erreichung der Klimaschutz- und Energieziele des Landes auf.
Ende 2025 verfügte NRW über 517 Wasserkraftanlagen mit einer Gesamtleistung von knapp 191 Megawatt. Dennoch kamen keine nennenswerten Neuprojekte voran – mit Ausnahme der kleinen Wasserradanlage. LEE-NRW-Vorsitzender Hans-Josef Vogel warnt, dass der fehlende Fortschritt im Widerspruch zur Energiepolitik des Landes stehe und die wirtschaftliche Nachhaltigkeit gefährde.
Potenzial bleibt ungenutzt – Genehmigungen stocken Geeignete Standorte für neue Anlagen gibt es etwa an Flüssen wie Lippe, Rur und Werre. Doch Betreiber sehen sich mit langen Genehmigungsverfahren konfrontiert, die oft durch Naturschutzverbände und bürokratische Hürden blockiert werden. Zudem kritisiert der Verband einen Entwurf der NRW-Wasserstrategie, der den Rückbau von Querbauwerken vorsieht – Strukturen, die eigentlich den Ausbau der Wasserkraft unterstützen könnten.
NRW hinkt im Bundesvergleich hinterher Bundesweit entstanden zwischen 2021 und 2025 rund 250 kleine Wasserkraftwerke (unter 1 Megawatt Leistung), vor allem in Bayern und Baden-Württemberg. NRW bildet hier eine negative Ausnahme. Dabei tragen bestehende Anlagen oft zur ökologischen Aufwertung der Flüsse bei – doch der Ausbau kommt nicht voran.
Die Blockade beim Wasserkraftausbau lässt NRW im Vergleich zu anderen Bundesländern zurückfallen. Zwar gibt es geeignete Standorte, doch verzögerte Genehmigungen gefährden die Erneuerbare-Energien-Ziele des Landes. Ohne neue Projekte bleiben die wirtschaftlichen und ökologischen Vorteile der Wasserkraft ungenutzt.






