Neverland Ranch: Vom Märchenland zum Symbol für Jacksons umstrittenes Erbe
Maximilian MaierNeverland Ranch: Vom Märchenland zum Symbol für Jacksons umstrittenes Erbe
Michael Jacksons Neverland Ranch war einst ein riesiges Fantasieanwesen, benannt nach Peter Pan. Der Sänger erwarb das Grundstück Ende der 1980er-Jahre und verwandelte es in einen privaten Freizeitpark. Doch seine Geschichte umfasst auch juristische Auseinandersetzungen und finanzielle Probleme.
Jackson kaufte die 1.100 Hektar große Ranch 1987 für 19,5 Millionen Dollar. Das Anwesen verfügte über ein 1.200 Quadratmeter großes Hauptgebäude, einen künstlichen See mit Wasserfall sowie spätere Ergänzungen wie ein Kino, ein Tanzstudio und sogar einen kleinen Bahnhof. Ein Streichelzoo, eine Spielhalle und Fahrgeschäfte machten es zu einem Paradies für Kinder.
1993 warf der 13-jährige Jordan Chandler Jackson vor, ihn sexuell missbraucht zu haben. Der Fall wurde im folgenden Jahr außergerichtlich geregelt – laut Berichten gegen eine Summe von über 20 Millionen Dollar. Ein Jahrzehnt später, 2003, sah sich Jackson in Neverland erneut mit Vorwürfen wegen Kindesmissbrauchs konfrontiert. Nach einem hochkarätigen Prozess wurde er 2005 freigesprochen.
Jackson starb am 25. Juni 2009 im Alter von 50 Jahren. Jahre später, 2016, wurde die Neverland Ranch für 100 Millionen Dollar zum Verkauf angeboten. Schließlich verkaufte sie sich 2020 für nur noch 22 Millionen Dollar an den Milliardär Ronald Burkle. Der Preis des Anwesens war damit drastisch gegenüber dem ursprünglichen Angebot gefallen. Burkles Kauf markierte das Ende einer Ära für das einst mit Jacksons Ruhm und Skandalen verbundene Grundstück.
Heute bleibt Neverland ein Symbol für beide Seiten von Jacksons Erbe: kreatives Schaffen und juristische Turbulenzen.






