Neuer Nahverkehr im Kreis Herford: VKH startet mit Hybridbussen und mehr Verbindungen
Mila WalterNeuer Nahverkehr im Kreis Herford: VKH startet mit Hybridbussen und mehr Verbindungen
Ein neuer Nahverkehrsanbieter entsteht im Kreis Herford
Die Verkehrsgesellschaft Kreis Herford (VKH), die Anfang 2024 gegründet wurde, übernimmt bald die lokalen Busverbindungen im Kreisgebiet – mit Ausnahme der Städte Herford und Bünde. Das Unternehmen setzt auf Modernisierung: Mit emissionsfreien Fahrzeugen, bedarfsgerechten Angeboten und einem ausgebauten Streckennetz sollen mehr Fahrgäste gewonnen werden.
Den ersten großen Schritt macht die VKH zum Beginn des neuen Schuljahres mit der Übernahme der Buslinie 463. Diese Verbindung wird täglich von Schülern genutzt, die zwischen der Städtischen Realschule Enger und dem Widukind-Gymnasium pendeln. Vier Busse bedienen fünf Varianten der Strecke und verbinden dabei Enger-Siele, Enger-Herringhausen und Enger-Oldinghausen.
Ein fast fabrikneuer, hybrider Gelenkbus von Mercedes-Benz – für einen mittleren sechsstelligen Betrag aus Nördlingen erworben – wird die Flotte anführen. Das Fahrzeug bietet Platz für bis zu 148 Passagiere und sorgt so für zusätzliche Kapazitäten auf den stark frequentierten Schülerfahrten. An Wochentagen starten die Busse um 7:05 Uhr und 7:33 Uhr an der Haltestelle "Vollmer"; nachmittags gibt es Rückfahrten.
Ab August 2026 wird die VKH schrittweise weitere Verbindungen im Kreis übernehmen, sobald bestehende Konzessionen auslaufen. Über 30 neue Busse sollen dann die Flotte verstärken. Zudem plant das Unternehmen, Carsharing, autonome Fahrzeuge und weitere bedarfsgesteuerte Verkehrsangebote einzuführen.
Aktuell ist die VKH noch in den Räumen der Kreisverwaltung untergebracht, doch die Mitarbeiter sollen bald in eigene Büroräume umziehen.
Die Expansion der VKH markiert einen Wandel hin zu einem umweltfreundlicheren und flexibleren ÖPNV in der Region. Mit neuen Bussen, mehr Verbindungen und modernen Dienstleistungen soll die Mobilität für Schüler und Anwohner gleichermaßen attraktiver werden. Der Ausbau erfolgt schrittweise – die vollständige Umsetzung ist bis Ende der 2020er Jahre geplant.






