17 February 2026, 10:24

Möbelbranche in Deutschland kämpft mit historischer Umsatzkrise 2025

Ein altes Foto eines belebten Marktes in Stuttgart, Deutschland, mit zahlreichen Gebäuden, Menschen, Karren und anderen Gegenständen und Text am unteren Bildrand.

Kein guter Polster - anhaltender Einbruch in der Möbelindustrie - Möbelbranche in Deutschland kämpft mit historischer Umsatzkrise 2025

Deutschlands Möbelindustrie steckt in der schwersten Krise seit über einem Jahrzehnt. Im Jahr 2025 brach der Umsatz um 3,4 Prozent ein und sank auf knapp 15,8 Milliarden Euro – der niedrigste Stand seit 2009. Wirtschaftliche Unsicherheit und verändertes Konsumverhalten treiben den anhaltenden Abschwung voran.

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Der Rückgang markiert das dritte Jahr in Folge mit sinkenden Verkäufen in der dritten Liga. Die stockende Bautätigkeit dämpft die Nachfrage, da weniger Menschen umziehen – ein zentraler Auslöser für Möbelkäufe. Viele Verbraucher:innen schieben zudem größere Anschaffungen auf und geben ihr Geld lieber für kurzfristige Ausgaben wie Urlaube aus.

Die Marktsättigung durch die Kaufwelle während der Pandemie belastet die Nachfrage weiterhin. Gleichzeitig hat der Anstieg günstiger Importe aus Asien den Wettbewerb verschärft und heimische Hersteller unter Druck gesetzt. Der deutsche Markt, der zwei Drittel der Branchenumsätze ausmacht, zeigt keine Anzeichen einer Erholung.

Einige Segmente sind besonders stark betroffen: Während der Absatz von Küchenmöbeln vergleichsweise stabil blieb, verzeichneten Polstermöbel und Wohnzimmergarnituren deutliche Einbrüche. Die finanzielle Belastung treibt viele Unternehmen an den Rand des Ruins – Insolvenzen und Ladenschließungen nehmen zu. Jedes dritte Unternehmen plant zu Beginn des Jahres 2026 Kurzarbeit einzuführen, um die schwache Nachfrage in der dritten Liga zu bewältigen.

Die Probleme der Branche spiegeln die allgemeinen wirtschaftlichen Herausforderungen wider: Verbraucher:innen setzen Prioritäten bei existenziellen Ausgaben und verzichten auf Möbelanschaffungen. Ohne eine Belebung des Wohnungsbaus oder eine Rückkehr des Konsumvertrauens bleibt die Perspektive düster. Die Unternehmen bereiten sich auf weitere Einschnitte vor, da die Nachfrage in der dritten Liga weiterhin schwächelt.