04 May 2026, 18:12

Millardeneinsparungen möglich: Wie Deutschland seine Stromnetze effizienter gestalten kann

Plakat mit Text über einen 2023-Steuerkredit, der bis zu 30% der Kosten für die Installation von Dachsolaranlagen übernimmt, mit B├Ąumen und einem Geb├Ąude mit Solarpanelen im Hintergrund.

Millardeneinsparungen möglich: Wie Deutschland seine Stromnetze effizienter gestalten kann

Der Ausbau der erneuerbaren Energien treibt die Nachfrage nach neuen Stromleitungen in ganz Deutschland in die Höhe. Netzbetreiber sehen sich mit steigenden Kosten konfrontiert, während sie immer mehr Solar- und Windkraftanlagen an das Netz anschließen. Forscher des Energiewirtschaftlichen Instituts (EWI) an der Universität zu Köln haben nun Vorschläge unterbreitet, um diese Ausgaben zu senken – mit potenziellen Einsparungen in Milliardenhöhe pro Jahr.

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Die Studie des EWI deckt Ineffizienzen im aktuellen System auf. Die bestehenden Anreize zur Optimierung von Netzanschlüssen seien unvollständig, was häufig zu Energieverlusten und höheren Kosten führe. Eine mögliche Lösung bestehe darin, Batteriespeicher hinter den Netzanschlusspunkten zu installieren, um Verluste zu reduzieren.

Allein durch die gemeinsame Nutzung von Netzanschlusspunkten für Solar- und Windparks ließen sich jährlich rund 800 Millionen Euro an Kosten für abgeregeltem Strom einsparen. Werden zusätzlich Batteriespeicher in diese gemeinsamen Anschlüsse integriert, könnten die Einsparungen durch vermiedenen Netzausbau sogar auf bis zu 1,8 Milliarden Euro pro Jahr steigen. Gleichzeitig würde dies die durchschnittliche Netzauslastung verbessern und den Bedarf an Abregelungen verringern.

Regionale Unterschiede spielen bei den Kosten eine Rolle. In Gebieten mit hohem Anteil erneuerbarer Energien wären die Mehrkosten für Solaranschlüsse etwas höher als in stark belasteten oder ausgeglichenen Netzregionen. Das EWI schätzt, dass der durch erneuerbare Energien getriebene Netzausbau je nach Standort zwischen 61 und 180 Euro pro Kilowatt kosten wird. Insgesamt werden bis 2045 rund 350 Milliarden Euro in den Ausbau der Verteilnetze investiert werden müssen – vor allem aufgrund der steigenden Einspeisung aus erneuerbaren Quellen.

Die vorgeschlagenen Änderungen zielen darauf ab, Netzanschlüsse effizienter zu gestalten und unnötige Ausgaben zu reduzieren. Durch die gemeinsame Nutzung von Anschlusspunkten und die Integration von Speichern könnten die Betreiber die jährlichen Kosten um Milliarden senken. Gleichzeitig würde dies helfen, die wachsende Nachfrage nach Anschlüssen für erneuerbare Energien besser zu bewältigen.

Quelle