Michael-Jackson-Biopic Michael löst Familienstreit vor Kinostart aus
Anna SchmitzAnwalt widerlegt Paris Jacksons Kritik - Michael-Jackson-Biopic Michael löst Familienstreit vor Kinostart aus
Michael Jackson-Biopic Michael kommt am 23. April 2023 in die deutschen Kinos
Der neue Spielfilm über das Leben von Michael Jackson mit dem Titel Michael wird am 23. April 2023 in den deutschen Kinos anlaufen. Die Produktion hat eine erneute Kontroverse zwischen dem Nachlass des verstorbenen Sängers und seiner Tochter Paris Jackson ausgelöst, die öffentlich die Entstehung des Films sowie die Finanzverwaltung des Nachlasses kritisiert hat.
Paris Jackson hat sich offen gegen den Biopic gestellt und insbesondere die Besetzung von Miles Teller in der Rolle des Nachlassverwalters John Branca scharf kritisiert. Sie betonte, "zu null Prozent" in das Projekt eingebunden gewesen zu sein, und warf Branca sowie dem Mitverwalter John McClain vor, die Finanzen des Nachlasses schlecht zu verwalten. Ihre Vorwürfe reiht sich in eine Serie von Rechtsstreitigkeiten ein, darunter eine Klage aus dem Jahr 2023, in der sie 4 Millionen US-Dollar einfordert, die ihr im Zusammenhang mit ihrer Musikkarriere vorenthalten worden seien.
Ein Anwalt des Nachlasses wies ihre Einwände als "Unsinn" zurück und warf ihr vor, falsche Behauptungen zu verbreiten. Die Produktion eines großen Films über Michael Jacksons Leben sei eine verantwortungsvolle Entscheidung gewesen – angesichts seines weltweiten Erbes. Gerichtsakten des Los Angeles Superior Court offenbarten später tiefere Familienzerwürfnisse: In einem Social-Media-Beitrag aus dem Jahr 2025 bezeichnete Paris die Verwalter als "gierig".
Trotz der Konflikte hat Paris Jackson vom Nachlass bereits rund 65 Millionen US-Dollar erhalten und steht im Erbe "mehrere Hundert Millionen" zu. Die öffentliche Wahrnehmung ihres Verhältnisses zum Nachlass hat sich seit 2020 gewandelt – von anfänglicher Unterstützung hin zu wachsender Spannung, während die rechtlichen Auseinandersetzungen um Kontrolle und Finanzen anhalten.
Die Veröffentlichung des Biopics erfolgt vor dem Hintergrund der anhaltenden Streitigkeiten zwischen Paris Jackson und dem Nachlass. Ihre Vorwürfe wegen finanzieller Fehlverwaltung und mangelnder Transparenz sind weiterhin ungeklärt, während der Nachlass an der Legitimität des Films festhält. Der Fall verdeutlicht die komplexe Hinterlassenschaft von Michael Jacksons Erbe und dessen Auswirkungen auf seine Familie.






