22 March 2026, 14:07

Kölns Antirassismus-Protest bleibt hinter Erwartungen – doch die Botschaft ist klar

Eine Gruppe von Menschen in Masken, die eine Straße entlanggehen und ein Banner mit Text und Bildern halten, mit einem geparkten Auto auf der linken Seite, Gebäuden, Bäumen, Schildern, Pfosten, einem Uhrenturm und einem klaren blauen Himmel im Hintergrund.

Kölns Antirassismus-Protest bleibt hinter Erwartungen – doch die Botschaft ist klar

Mehr als tausend Menschen versammelten sich am Samstag in Köln, um gegen Rassismus zu protestieren. Die Demonstration stand unter dem Motto des Internationalen Tags zur Beseitigung der Rassendiskriminierung und wurde vom Bündnis "Köln nimmt Stellung" organisiert. Obwohl die Polizei mit bis zu 10.000 Teilnehmenden gerechnet hatte, blieben die Besucherzahlen deutlich hinter den Erwartungen zurück.

Der Marsch startete am Südermannplatz, von wo aus die Demonstrantinnen und Demonstranten über den Hohenzollernring in Richtung Rudolfplatz zogen. Viele trugen bunte Fahnen und Transparente mit Parolen wie "Herz statt Hass", andere richteten ihre Kritik gezielt gegen die rechtspopulistische AfD. Besonders auffällig war ein Wagen des satirischen Künstlers Jacques Tilly, dessen Werke für ihre scharfe Abrechnung mit der AfD und anderen politischen Zielen bekannt sind.

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Lokale Initiativen hatten im Vorfeld die Kölner Bevölkerung zur Teilnahme aufgerufen – Teil einer wachsenden Bewegung der letzten Jahre. Zwischen 2021 und 2025 zogen die Kölner Antirassismus-Demonstrationen wie "Köln stolz. Vielfalt statt Rassismus" jährlich zwischen 10.000 und 15.000 Menschen an. Die Teilnehmerzahlen stiegen in diesem Zeitraum stetig von etwa 10.000 auf 15.000 an. Im Vergleich zu anderen deutschen Großstädten lag Köln damit im oberen Mittelfeld: Berlin verzeichnete 20.000 bis 50.000 Teilnehmende, Hamburg 15.000 bis 25.000 und München 8.000 bis 12.000. In allen Städten waren die Zahlen seit 2022 deutlich angestiegen.

Die Kundgebung endete nahe dem Rudolfplatz, wo Tillys Wagen weiterhin im Mittelpunkt stand. Zwar blieb die Beteiligung hinter den Prognosen zurück, doch die Veranstaltung unterstrich Kölns Tradition als Hochburg des Antirassismus-Protests. Organisatorinnen, Organisatoren und Teilnehmende nutzten den Tag, um auf anhaltende Diskriminierungsprobleme in der Stadt und darüber hinaus aufmerksam zu machen.

Quelle