Kölner Streit um Spielplatz-Umbenennung: Reker nennt Debatte "überflüssig"
Mila WalterKölner Streit um Spielplatz-Umbenennung: Reker nennt Debatte "überflüssig"
Ein Plan zur Umbenennung von Spielplätzen in Köln hat unter Anwohnern und Verantwortlichen eine Debatte ausgelöst. Die Stadtverwaltung möchte den Begriff durch Spiel- und Aktivitätsflächen ersetzen, mit der Begründung, dass Spielplatz Jugendliche ausschließe. Doch nicht alle unterstützen den Vorschlag.
Bürgermeisterin Henriette Reker hat sich nun eingeschaltet und die Diskussion als unnötig bezeichnet. Der Vorschlag gewann erstmals vor zwei Jahren an Fahrt, als der Jugendhilfeausschuss einstimmig für die Aktualisierung der Schilder stimmte. Die Verantwortlichen argumentierten, der Begriff Spielplatz vermittle den Eindruck, ältere Kinder gehörten nicht dorthin.
Kritik ließ nicht lange auf sich warten. Viele Bürger, darunter der Website-Redakteur Kristof Kien, hielten die Änderung für überflüssig. Die Angelegenheit wird nun am 4. September im Stadtrat zur endgültigen Entscheidung vorgelegt.
Reker hat klar Position bezogen: Sie lehnt die Umbenennung ab und sieht in der Debatte eine Ablenkung von dringenderen Themen. Die anstehende Abstimmung im Rat wird entscheiden, ob die Schilder ausgetauscht werden. Bei einer Zustimmung würden alle Kölner Spielplätze in Spiel- und Aktivitätsflächen umbenannt. Das Ergebnis wird auch zeigen, ob der öffentliche Widerstand die Verantwortlichen umstimmen konnte.






