Hunderte protestieren gegen NATO-Übung und deutsche Atomwaffen-Politik in Nörvenich
Anna KrauseHunderte protestieren gegen NATO-Übung und deutsche Atomwaffen-Politik in Nörvenich
Rund 150 Menschen versammelten sich diese Woche in der Nähe von Düren, um gegen Deutschlands Rolle bei einer großen NATO-Übung zu protestieren. Die Kundgebung richtete sich gegen den Einsatz deutscher Kampfflugzeuge aus Nörvenich, die an Manövern mit Bezug zu Atomwaffen beteiligt sind. Organisatoren aus über 30 Friedensinitiativen forderten die Abschaffung aller in Deutschland gelagerten Nuklearwaffen.
Der Protest fand vor dem Flugplatz Nörvenich statt, von wo aus deutsche Maschinen an der Übung Steadfast Defender 2025 teilnehmen sollen. Die NATO-Manöver, die von Januar bis Mai dauern, umfassen Streitkräfte aus etwa 30 Mitgliedstaaten und Partnerländern. Die Demonstranten argumentierten, dass Deutschlands Beteiligung an der nuklearen Teilhabe gegen internationales Recht verstoße.
Räufe wie "Nein zu Atomwaffen!" hallten durch die Luft, während Aktivisten den Abzug der US-amerikanischen Sprengköpfe forderten, die auf deutschem Boden lagern. Die Menge verwies zudem auf eine aktuelle Friedensinitiative im Nahen Osten und lobte die Bemühungen zur Entspannung zwischen Israel und den Palästinensern.
Die Übung selbst beginnt nächste Woche, wobei deutsche Jets eine zentrale Rolle in den multinationalen Manövern spielen werden. Die Protestierenden kündigten an, die Regierung weiterhin unter Druck zu setzen, um eine Änderung der Atompolitik zu erzwingen.
Der Protest in Nörvenich zeigt eine wachsende Ablehnung der deutschen nuklearen Teilhabeverpflichtungen. Mit dem Beginn der NATO-Übung könnten weitere Kundgebungen folgen. Die Bundesregierung hat auf die Forderungen der Aktivisten nach Abrüstung bisher nicht reagiert.