Henkel setzt auf Industrie: Milliardendeals stärken die Klebstoffsparte
Anna KrauseHenkel setzt auf Industrie: Milliardendeals stärken die Klebstoffsparte
Henkel kündigt strategische Neuausrichtung an: Fokus auf lukratives Industriegeschäft
Henkel hat eine bedeutende strategische Wende eingeleitet, um sich stärker auf sein hochmargiges Unternehmensregister zu konzentrieren. Das Unternehmen reduziert seine Abhängigkeit von schwächelnden Konsumgütermarken und baut stattdessen den Bereich Klebstoffe und Spezialchemikalien aus. Konzernchef Carsten Knobel hat diese Neuausrichtung offen thematisiert.
Die Entscheidung folgt auf zwei zentrale Übernahmen, mit denen Henkel seine Position im Bereich Handelsregister stärken will. Das Unternehmen erwirbt den niederländischen Hersteller Stahl für 2,1 Milliarden Euro und generiert damit zusätzliche Umsätze in Höhe von 725 Millionen Euro durch Hochleistungsbeschichtungen. Zudem hat Henkel ATP Adhesive Systems übernommen, einen Spezialisten für wasserbasierte Klebebänder. Beide Transaktionen werden der Klebstoffsparte von Henkel fast eine Milliarde Euro an zusätzlichen Erträgen einbringen.
Analysten betonen, dass die Übernahmen das Wachstumspotenzial von Henkel im Segment Adhesive Technologies deutlich verbessern. Das Unternehmen kann sich damit besser gegen Konkurrenten wie Sika, 3M und BYK-Chemie behaupten. Zwar liegen noch keine genauen Marktanteilszahlen für 2026 vor, doch die Deals dürften Henkels Position in der Branche nachhaltig stärken.
Anleger reagierten positiv auf die Ankündigungen: Nach Bekanntgabe der Stahl-Übernahme stiegen die Henkel-Aktien um etwa 1 %.
Die Übernahmen markieren einen klaren Kurswechsel in Henkels Unternehmensstrategie. Durch Investitionen in hochmargige Industriesegmente will das Unternehmen die schwächere Performance im Konsumgüterbereich ausgleichen. Gleichzeitig positioniert sich Henkel damit für einen schärferen Wettbewerb in den Bereichen Klebstoffe und Spezialchemikalien.






