29 March 2026, 16:08

Heino gibt Solidaritätskonzert für entlassenen Feuerwehrmann in Bad Belzig

Menschen, die auf dem Boden vor einer Menge sitzen, die Fahnen und Transparente hölt, bei einer Demonstration in Berlin mit einem Mikrofonständer, einer Statue und Gebäuden im Hintergrund.

Heino gibt Solidaritätskonzert für entlassenen Feuerwehrmann in Bad Belzig

87-jähriger deutscher Sänger gibt Konzert in Bad Belzig für entlassenen Feuerwehrmann

Der Schlagerstar Heino ist in Bad Belzig aufgetreten, um den entlassenen Feuerwehrmann Richard Mänder zu unterstützen. Dieser hatte seinen Posten verloren, nachdem er eine umstrittene Version der Nationalhymne gespielt hatte. Das Konzert zog zahlreiche Zuschauer an, darunter Feuerwehrleute aus mehreren Bundesländern.

Der Auftritt erfolgte Wochen nach Mänders Entbindung von seinen offiziellen Pflichten. Während einer Feuerwehrmeisterschaft hatte er eine Aufnahme der Hymne aus den 1970er-Jahren – gesungen von Heino – abgespielt. Die Verwendung der ersten Strophe, die bei manchen mit Deutschlands belasteter Vergangenheit assoziiert wird, löste eine Debatte aus.

Die Veranstaltung fand in einem voll besetzten Saal statt, in dem schwarze, rote und goldene Fahnen durch das Publikum wehten. Bei der Zugabe skandierten einige Zuschauer "Ostdeutschland, Ostdeutschland!" während Heino seinen Auftritt mit bekannten Titeln wie "Blaue Gentiane", "Rosamunde" und "Karamba, Karacho, ein Whisky" beendete.

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Mänder, ein Feuerwehrmann aus Sachsen, hatte die Hymnenversion für die Eröffnungsfeier der Meisterschaft von YouTube heruntergeladen. Später wies er Vorwürfe rechtsextremer Tendenzen zurück und beteuerte, die Wahl sei unbeabsichtigt gewesen. Dennoch entband ihn der Deutsche Feuerwehrverband von allen Schiedsrichterrollen und hielt an der Entscheidung fest.

Feuerwehrleute aus Sachsen und Thüringen reisten nach Bad Belzig, um Mänder zu unterstützen. Viele bezeichneten die Strafe als unverhältnismäßig und kritisierten die überzogene Reaktion. Heinos Manager, Helmut Werner, bezeichnete das Konzert als Zeichen der Solidarität und eine Chance für Mänder, sich zu rehabilitieren.

Kritiker warfen Heino politische Tendenzen vor, doch Werner wies die Vorwürfe zurück. Er verwies auf den Sänger, der sich in der Vergangenheit für ein Verbot der rechtspopulistischen AfD ausgesprochen und stets die SPD gewählt habe. Der Manager betonte, es gehe um Solidarität, nicht um Politik.

Das Konzert unterstrich die anhaltenden Spannungen um die Verwendung der Hymne in offiziellen Kontexten. Während Mänder weiterhin von seinen früheren Aufgaben ausgeschlossen bleibt, befeuerte Heinos Auftritt die öffentliche Debatte. Die Feuerwehrleute und Besucher verließen die Veranstaltung mit gemischten Gefühlen – doch die Unterstützung für Mänder war deutlich spürbar.

Quelle