Großübung im Kreis Euskirchen testet Katastrophenschutz unter Extrembedingungen
Anna SchmitzGroßübung im Kreis Euskirchen testet Katastrophenschutz unter Extrembedingungen
Kreis Euskirchen testet Katastrophenschutz in Großübung
Der Kreis Euskirchen hat kürzlich eine großangelegte Katastrophenschutzübung durchgeführt, um die Einsatzfähigkeit seiner Notfallstrukturen zu überprüfen. An der Simulation beteiligten sich fast 100 Freiwillige sowie Fachkräfte von Feuerwehr, Polizei, Bundeswehr und Hilfsorganisationen. Das Szenario sah ein fiktives Erdbeben der Stärke 6,5 im nördlichen Teil des Kreises vor – eine extreme Herausforderung für die Krisenstäbe.
Die Übung war darauf ausgelegt, die Führungskräfte des Kreises an ihre Belastungsgrenzen zu bringen. Die Teams mussten unter Hochdruck Kräfte schnell verlegen, Ressourcen priorisieren und die Zusammenarbeit mit mehreren Behörden koordinieren. Zu den logistischen Hürden zählten die Bergung von Verletzten und die Evakuierung von Anwohnern aus beschädigten Gebieten.
Grundlage des Szenarios bildete die Risikoanalyse der Bundesregierung aus dem Jahr 2019, die gemeinsam vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) und dem Kreis Euskirchen erarbeitet wurde. Der Krisenstab des Kreises agierte dabei auf der Führungsebene D nach Feuerwehr-Dienstvorschrift 100 und bildete das taktische Zentrum des Einsatzes. Ihm gehörten Einsatzkräfte aller kommunalen Wehren an, unterstützt von Fachberatern.
Vonseiten der Feuerwehr Mechernich übernahmen Frank Eichen, Gerd Geller, Oliver Geschwind, Alexander Kloster, André Leisten, Achim Nießen, Jens Schreiber und Michael Züll Schlüsselrollen. Zudem wurden Kommunikationswege und Entscheidungsfindung unter Zeitdruck auf den Prüfstand gestellt.
Landrat Markus Ramers lobte die Übung im Nachgang als wichtigen Schritt zur Stärkung der langfristigen Krisenbewältigung. Die realitätsnahe Simulation bot den Einsatzkräften wertvolle Erfahrungen im Umgang mit einem Großschadensereignis. Sie zeigte sowohl Stärken als auch Verbesserungspotenziale in den Bereichen Koordination, Ressourcenverteilung und behördenübergreifende Zusammenarbeit auf. Die gewonnenen Erkenntnisse fließen nun in künftige Ausbildungsmaßnahmen und die Katastrophenvorsorge der Region ein.






