Grevenbroich verschärft Leinenpflicht für Hunde während der Brutzeit
Maximilian MaierGrevenbroich verschärft Leinenpflicht für Hunde während der Brutzeit
Frühling in Grevenbroich – und mit ihm die Brut- und Setzzeit für Wildtiere
Um die heimische Tierwelt in dieser sensiblen Phase zu schützen, haben die lokalen Behörden strenge Regeln für Hundehalter erlassen, die ihre Vierbeiner in Wäldern und freier Landschaft ausführen.
Leinenpflicht in Wald und Flur bis Saisonende Bis zum Ende der Brutzeit müssen Hunde in bewaldeten Gebieten und auf freien Flächen angeleint werden. Die Maßnahme soll Störungen von bodennistenden Vögeln, Jungtieren und anderen schutzbedürftigen Arten verhindern. Selbst gut erzogene Hunde können bei Wildtieren Panik und Stress auslösen – mit fatalen Folgen für den Nachwuchs.
"Auch harmlose Hunde stören das Ökosystem" Stadtförster Frank Wadenpohl betont die Dringlichkeit der Vorschriften: "Freilaufende Hunde – selbst ohne Jagdtrieb – können Brutverhalten stören und empfindliche Lebensräume schädigen." Die Regeln gelten auch auf ausgewiesenen Wegen: Hier dürfen Hunde nur ohne Leine laufen, wenn sie sich auf den Hauptpfaden bewegen und jederzeit unter Kontrolle sind.
Zusätzliche Auflagen durch das Landeshundegesetz NRW Das Hundegesetz von Nordrhein-Westfalen verschärft die Bestimmungen weiter: Als gefährlich eingestufte Rassen müssen grundsätzlich angeleint und maulkorbpflichtig sein – es sei denn, es liegt eine behördliche Ausnahmegenehmigung vor. Innerhalb der bebauten Gebiete Grevenbroichs gilt sogar ganzjährig absolute Leinenpflicht.
Kontrollen und Bußgelder bei Verstößen Die Ordnungsämter werden die Einhaltung überwachen und Verstöße ahnden. Wer seinen Hund in Waldstücken abseits der Wege, auf Äckern oder Weiden frei laufen lässt, muss mit Strafen rechnen. Die Beschränkungen sollen den Spagat zwischen Haustierhaltung und Artenschutz in den kritischen Monaten ermöglichen.
Was bedeutet das für Hundehalter? Für Besitzer heißt das: Spaziergänge müssen jetzt gut geplant werden. In Wäldern und auf Feldern ist die Leine Pflicht, freies Laufen ist nur auf Hauptwegen unter strengen Auflagen erlaubt. Die Behörden hoffen, dass die Maßnahmen Störungen minimieren – und so den Wildtier-Nachwuchs sicher durch die Brutzeit bringen.






