24 April 2026, 14:13

Greenlyte und Eurowings starten nachhaltige Flugkraftstoff-Produktion in Düsseldorf

Privater Jet auf einer Flughafenpiste mit saftigem Grün, anderen Flugzeugen, Gebäuden, Bäumen, Bergen und einem klaren blauen Himmel im Hintergrund.

Greenlyte und Eurowings starten nachhaltige Flugkraftstoff-Produktion in Düsseldorf

Greenlyte und Eurowings wollen nachhaltigen Flugkraftstoff am Flughafen Düsseldorf produzieren

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Die Unternehmen Greenlyte und Eurowings haben eine Vereinbarung zur Herstellung von nachhaltigem Flugkraftstoff (SAF, Sustainable Aviation Fuel) am Düsseldorfer Flughafen geschlossen. Im Rahmen der Partnerschaft soll synthetischer Kraftstoff durch die Gewinnung von Kohlendioxid aus der Luft erzeugt werden. Die Produktion soll 2028 anlaufen, der Bau der Anlage bereits ein Jahr zuvor beginnen.

Beide Unternehmen unterzeichneten eine Absichtserklärung zum Aufbau eines "Reallabors" direkt am Flughafen. Eurowings wird in den ersten drei Jahren den gesamten dort produzierten Kraftstoff abnehmen – rund 150 Tonnen pro Jahr. Diese Menge würde für etwa 60 Flüge zwischen Düsseldorf und Palma de Mallorca ausreichen, vorausgesetzt, der SAF wird zu 50 Prozent mit herkömmlichem Kerosin gemischt.

Das als "From-Air-into-Tank" bezeichnete Verfahren wandelt atmosphärisches CO₂ mithilfe erneuerbarer Energien in synthetischen Kraftstoff um. Ein Teil des benötigten Stroms stammt aus einer Solaranlage am Flughafen. Allerdings wird der Kraftstoff voraussichtlich bis zu zehnmal teurer sein als herkömmliches Kerosin.

Mit dem Bau soll 2027 begonnen werden, sofern die Genehmigungsverfahren ab kommendem Jahr wie geplant verlaufen. Das Gesamtinvestitionsvolumen des Projekts übersteigt zehn Millionen Euro. Eurowings-Chef Jens Bischof bezeichnete die Initiative als Beweis, dass strombasierter SAF in der Praxis funktionieren kann.

Die Anlage wird ein neues Verfahren zur Herstellung von Flugkraftstoff aus abgeschiedenem CO₂ demonstrieren. Nach der Inbetriebnahme wird sie Eurowings zwar nur mit einer kleinen, aber kontinuierlichen Menge an SAF versorgen. Die hohen Kosten und die begrenzte Produktionskapazität verdeutlichen jedoch die Herausforderungen, die mit der Skalierung nachhaltiger Alternativen zu herkömmlichem Kerosin verbunden sind.

Quelle