Gefahrgut-Übung in Mechernich-Kommern wird zur echten Herausforderung für Rettungskräfte
Anna KrauseGefahrgut-Übung in Mechernich-Kommern wird zur echten Herausforderung für Rettungskräfte
Übung im Zustellstützpunkt Mechernich-Kommern wird zum Realitätstest für Einsatzkräfte
Eine Routineübung im Zustellstützpunkt Mechernich-Kommern entwickelte sich zu einer realistischen Bewährungsprobe für die Notfallteams. Das Szenario simulierte einen Gefahrguteinsatz, nachdem aus einem Umschlag weißes Pulver ausgetreten war und mehrere Verletzte verursachte. Rund 40 Einsatzkräfte mit acht Fahrzeugen waren fast zwei Stunden lang im Einsatz, um die Lage unter Kontrolle zu bringen.
Der Ernstfall begann, als ein Mitarbeiter durch auslaufendes weißes Pulver aus einem Briefumschlag verletzt wurde. Kurz darauf brachen drei weitere Beschäftigte zusammen, nachdem sich Dämpfe im Postbereich ausgebreitet hatten. Als Erste trafen die Kräfte der Feuerwehr Kommern ein, retteten zwei Verletzte und sperrten die Gefahrenzone ab.
Anschließend rückten die ABC-Einsatzkräfte – Spezialisten aus Mechernich und Zülpich – in das Gebäude vor. Ihre Aufgabe bestand darin, die ausgetretene Substanz sowie den Inhalt des Umschlags zu untersuchen und zu sichern. Im Inneren lokalisierten und retteten sie zwei weitere Verletzte.
Einsatzleiter Mark Hammes betonte im Nachgang, dass die Übung realitätsnah verlaufen sei. Da im Zustellstützpunkt täglich 20 bis 25 Mitarbeiter arbeiteten, fühle sich das Team nun besser auf einen tatsächlichen Notfall vorbereitet. Auch Ausbilder Christopherus Wiesen lobte die reibungslose Zusammenarbeit aller beteiligten Einheiten.
Nach fast zwei Stunden endete die Übung erfolgreich – alle Beteiligten wurden unverletzt gemeldet. Die Aktion stieß bei lokalen Mitarbeitern und regionalen Verantwortlichen auf großes Interesse und festigte die Abläufe bei Gefahrguteinsätzen. Die Einsatzteams werteten die Operation als wertvolle Überprüfung ihrer Reaktionsfähigkeiten.






