25 March 2026, 12:07

Fritz Langs Filme als Warnung vor dem Autoritarismus: Vortrag in Essen

Ein detaillierter historischer Stadtplan von Weimar, Deutschland, der Straßen, Gebäude und Sehenswürdigkeiten mit Text oben und unten zeigt.

Fritz Langs Filme als Warnung vor dem Autoritarismus: Vortrag in Essen

Öffentlicher Vortrag in Essen: Wie Fritz Langs Weimarer Filme den Aufstieg des Autoritarismus vorwegnahmen

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Anlässlich des 50. Todestags des Regisseurs Fritz Lang findet am Donnerstag, dem 26. März, um 19 Uhr im VHS-Zentrum nahe dem Burgplatz in Essen ein kostenloser öffentlicher Vortrag statt. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Langs Filme aus der Weimarer Republik die Entstehung autoritärer Strömungen vorweggenommen haben.

Der Filmkritiker Siegfried Kracauer analysierte Werke wie Dr. Mabuse, der Spieler und Metropolis als Spiegel gesellschaftlicher Entwicklungen. Seine These: Die Filme offenbarten ein wachsendes Verlangen nach Ordnung, starker Führung und die Angst vor Schwäche – Haltungen, die später die nationalsozialistische Ideologie nährten. Kracauer, der 1941 in die USA floh, prägte nach dem Krieg die politische Deutung des deutschen Stummfilms.

Ein weiterer zentraler Film, M – Eine Stadt sucht einen Mörder, zeigte auf, wie Angst und moralische Zerrissenheit soziale Systeme untergraben. Kracauer deutete diese Themen als Warnung vor der Verwundbarkeit der Demokratie angesichts autoritärer Tendenzen.

Referent des Abends ist Torsten Reters, Historiker, Soziologe und Erwachsenenbildner aus Dortmund. Neben einer Analyse der Werke werden Ausschnitte aus Langs einflussreichsten Filmen gezeigt.

Die Veranstaltung lädt dazu ein, Langs Schaffen aus Kracauers kritischer Perspektive neu zu betrachten – und zeigt, wie das Kino der 1920er- und 1930er-Jahre bis heute politische und gesellschaftliche Umbrüche erhellen kann. Der Eintritt ist frei, alle Interessierten sind willkommen.

Quelle