28 April 2026, 12:23

Frauenfilmfestival feiert Widerstand, Solidarität und kollektive Kämpfe in letzter Ausgabe

Plakat, das eine Frau in einer Landarmeeuniform zeigt, die ein Pferd reitet und eine Flagge hält, sowie zwei Frauen mit Körben voller Essen und Text, der Frauen zur Unterstützung der Lebensmittelproduktion aufruft.

Frauenfilmfestival feiert Widerstand, Solidarität und kollektive Kämpfe in letzter Ausgabe

Das Internationale Frauenfilmfestival (IFFF) Dortmund/Köln veranstaltete seine letzte Ausgabe mit einem Schwerpunkt auf Widerstand, Solidarität und kollektiven Kämpfen. Zu den Höhepunkten zählte ein ausführliches Gespräch mit Sophie Maintigneux, einer erfahrenen Kamerafrau und Professorin an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin (DFFB). Das Festival bot zudem Diskussionen zu Landrechten, feministischer Geschichte und der Kraft des dokumentarischen Erzählens.

Im Mittelpunkt der Festivalsektion "Fokus" stand unter dem Titel "Common Land" (Gemeinschaftsland) die Frage, wie Ressourcen von Gemeinschaften statt von Einzelpersonen verwaltet werden. Filme und Gespräche zeigten, wie die gemeinsame Landnutzung zum Kristallisationspunkt sozialer Bewegungen geworden ist. Ein Dialog zwischen der Wissenschaftlerin Silvia Federici und der Filmemacherin Athina Rachel Tsangari verband Landbesetzungen und urbane Gärten mit übergeordneten Kämpfen für Gerechtigkeit.

Dokumentarfilme wie "Our Land, Our Freedom" (Unser Land, unsere Freiheit) und "Ôrí" setzten sich mit kolonialem Widerstand und Landenteignung auseinander. Im Spielfilmwettbewerb wurden Werke wie "Nunkui" und "God Will Not Help" (Gott wird nicht helfen) gezeigt, die weibliche Solidarität und Akte des Widerstands in den Fokus stellten. Federici, zugeschaltet per Videolink, diskutierte ihr Buch "Caliban und die Hexe", in dem sie die Verbindungen zwischen frühem Kapitalismus, der Unterdrückung von Frauen und Hexenverfolgungen nachzeichnet.

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Maintigneux, eine prägende Figur des Festivals, blickt auf ihre Karriere als eine der wenigen Kamerafrauen Frankreichs in den 1970er-Jahren zurück. Sie erzählte von ihrer Zusammenarbeit mit Éric Rohmer und ihrem Wechsel zum Dokumentarfilm, angezogen von dessen kreativer Freiheit und größerer Verantwortung. Bekannt für ihre Großzügigkeit als Analytikerin und Mentorin, setzte sie sich zudem für bessere Arbeitsbedingungen und mehr Sichtbarkeit von Frauen in der Filmbranche ein.

Die letzte Ausgabe des Festivals vereinte Filme, Diskussionen und Würdigungen, die die anhaltenden Kämpfe um Land, Geschlechtergerechtigkeit und künstlerische Anerkennung unterstrichen. Maintigneux' Beiträge sowie die Werke von Filmemacher:innen und Wissenschaftler:innen zeigten die anhaltende Bedeutung kollektiven Handelns und feministischen Erzählens.

Quelle