Forschungsförderung im Umbruch: Warum Deutschland profitiert und Russland verliert
Forschungsförderung im Umbruch: Warum Deutschland profitiert und Russland verliert
Veränderungen bei der Forschungsförderung beeinflussen akademische Beziehungen zwischen den USA, Deutschland und Russland
In Deutschland steigt die Nachfrage nach DAAD-Stipendien für Masterstudiengänge stark an, während das Interesse an einem Studium in den USA nachlässt. Gleichzeitig treiben Kürzungen der US-Forschungsgelder – insbesondere in der Klimawissenschaft – immer mehr Wissenschaftler:innen nach Europa, während Deutschland unter politischem Druck seine Präsenz in Russland zurückfährt.
Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) verzeichnet einen deutlichen Anstieg der Bewerbungen für seine Masterstipendien – die Zahlen haben sich mehr als verdoppelt. Gleichzeitig sinkt das Interesse deutscher Studierender und Promovierender an einem Aufenthalt in den USA: Die Anfragen gingen um etwa 10 % zurück.
Dieser Trend fällt zusammen mit massiven Kürzungen der US-Forschungsförderung. Seit der Amtseinführung Donald Trumps 2025 haben die National Science Foundation (NSF) und das Energieministerium (DOE) die Budgets für die Klimaforschung bis 2026 um rund 25 % gekürzt. Selbst renommierte US-Universitäten wie Harvard, Stanford und Princeton verzeichnen Rückgänge bei der Einwerbung von Drittmitteln – die Drittmitteleinnahmen sanken um 15 bis 30 %. Verantwortlich dafür sind vor allem politische Restriktionen und zurückhaltende private Geldgeber, wenn auch internationale Fördergelder einige Verluste abfedern.
Angesichts schrumpfender US-Mittel wenden sich immer mehr amerikanische Forscher:innen Europa zu. Die Alexander von Humboldt-Stiftung und die Max-Planck-Gesellschaft melden eine wachsende Zahl von Anfragen aus den USA. Viele suchen in Deutschlands stabiler Forschungslandschaft eine neue Perspektive.
Gleichzeitig zieht sich Deutschland aus der akademischen Zusammenarbeit mit Russland zurück. Das DAAD-Büro in Moskau sowie das Deutsche Haus für Forschung und Innovation werden geschlossen, nachdem russische Behörden den DAAD zur "unerwünschten Organisation" erklärt hatten. Russische Bürger:innen, die mit dem DAAD kooperieren, müssen nun mit strafrechtlicher Verfolgung rechnen.
Die Veränderungen spiegeln größere geopolitische und finanzielle Zwänge wider: Deutsche Stipendien sind gefragter denn je, doch die US-Kürzungen lenken Forscher:innen über den Atlantik um. Gleichzeitig markiert Deutschlands Rückzug aus Russland das Ende jahrzehntelanger wissenschaftlicher Zusammenarbeit unter den aktuellen politischen Bedingungen. Die Umbrüche werden die internationalen Forschungsnetzwerke noch lange prägen.
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