Elleringhausen-Eisentunnel wird mit neuem Rettungsstollen sicherer gemacht
Anna SchmitzElleringhausen-Eisentunnel wird mit neuem Rettungsstollen sicherer gemacht
Große Sanierung des 1.391 Meter langen Elleringhausen-Eisentunnels läuft – Rettungsstollen im Bau
Die umfassende Sanierung des 1.391 Meter langen Elleringhausen-Eisentunnels schreitet voran, wobei der Fokus derzeit auf dem Bau eines neuen Rettungsstollens liegt. Das 2023 gestartete Projekt umfasst kontrollierte Sprengungen im Briloner Wald, um Platz für Notfallzugänge zu schaffen. Die Modernisierungsarbeiten sollen strengere Sicherheitsvorschriften erfüllen, bevor die vollständige Sanierung 2029 abgeschlossen wird.
Der Tunnel war erstmals von Mai bis November 2023 für 200 Tage gesperrt, um Vorbereitungsarbeiten wie die Reduzierung der Gleise auf ein einziges Gleis zu ermöglichen. Seither umfassen die laufenden Arbeiten den Neubau von Stützmauern, die Reinigung von Entwässerungskanälen und die Verlegung von Signalanlagen – etwa die Verschiebung des Einfahrtssignals am Briloner Wald um 500 Meter weiter die Strecke.
Für den Ausbau des Rettungsstollens finden mittlerweile mehrmals täglich Sprengungen statt. Bei jeder Detonation kommen rund 75 Kilogramm Sprengstoff zum Einsatz, wodurch der Stollen um 100 bis 150 Meter vorangetrieben wird. Der neue Rettungsstollen muss alle 500 Meter Fluchtpunkte bieten und groß dimensionierten Feuerwehrfahrzeugen das Einfahren sowie Wenden ermöglichen.
Auf dem Kölner Tunnelbautag am 4. März 2026 präsentierten Ingenieure die aktuellen Fortschritte. Parallel zu den Sprengarbeiten werden ortsfeste Verschlussvorrichtungen installiert und Bauwerke verstärkt, um die langfristige Sicherheit zu gewährleisten.
Die Sanierung wird bis 2029 andauern, wobei der Rettungsstollen eine zentrale Rolle in den aktualisierten Sicherheitskonzepten spielt. Nach Abschluss wird der Tunnel moderne Notfallstandards erfüllen – mit schnelleren Evakuierungen und verbessertem Zugang für Rettungskräfte.






