12 March 2026, 08:05

Düsseldorfs umstrittenes Drogenhilfezentrum in Oberbilk spaltet die Stadt

Eine Zeichnung eines Parks mit Menschen, die spazieren gehen, umgeben von Bäumen, Gebäuden und einer Brücke, unter einem bewölkten Himmel, mit dem Text "Die zweite Dombrücke in Düsseldorf" unten.

Düsseldorfs umstrittenes Drogenhilfezentrum in Oberbilk spaltet die Stadt

Düsseldorf stellt Pläne für neues Drogenhilfezentrum in Oberbilk vor

Am kommenden Donnerstagabend wird Düsseldorf die Pläne für ein neues Drogenkonsumraum-Projekt im Stadtteil Oberbilk vorstellen. Das Vorhaben, das sich am Zürcher Modell orientiert, soll kontrollierte Räume für den Drogenkonsum bereitstellen und gleichzeitig den öffentlichen Konsum in der Nähe des Hauptbahnhofs reduzieren. Doch bereits jetzt formiert sich Widerstand: Eine Bürgerinitiative hat über 2.200 Unterschriften gegen das Projekt gesammelt.

Die schwarz-grüne Stadtregierung treibt die 3,3-Millionen-Euro-Initiative voran, die Elemente des Zürcher Modells übernehmen soll. Dort ist der begrenzte Drogenkonsum in überwachten Einrichtungen erlaubt, um Nutzerinnen und Nutzer von der Straße in sichere, betreute Bereiche zu lenken. Das Angebot umfasst Beratung, medizinische Grundversorgung und psychiatrische Unterstützung – schrittweise ab diesem Sommer.

Kritiker, angeführt von der Bürgerinitiative Eisenstraße, werfen dem Plan vor, gegen geltendes Recht zu verstoßen, und fordern stattdessen eine härtere Gangart der Polizei. In ihrer Petition verweisen sie auf Bedenken bei der Finanzierung, dem Jugendschutz und der Legalität solcher Konsumräume. Die Initiative betont, es müsse um Repression statt um Toleranz gehen.

Am Donnerstag wollen Stadtvertreter mit Anwohnern ins Gespräch kommen, um Zweifel auszuräumen. Vertreter aus der Sozialberatung und der Straßenarbeit werden Details präsentieren und erläutern, wie das Zentrum die Sicherheit am Hauptbahnhof verbessern soll. Integrationsdezernentin Miriam Koch zeigt sich trotz wachsender Kritik überzeugt vom Konzept.

Das modular aufgebaute System startet mit Beratungs- und medizinischen Angeboten, bevor es schrittweise ausgebaut wird. Ziel ist es, den öffentlichen Raum sauberer und sicherer zu gestalten – bei gleichzeitiger strukturierter Hilfe für Suchtkranke.

Der Standort in Oberbilk bleibt auf Kurs für eine schrittweise Eröffnung, beginnend mit den Kernangeboten in diesem Sommer. Die 3,3 Millionen Euro sind bereits bewilligt, die Stadt setzt das Vorhaben trotz rechtlicher und gesellschaftlicher Bedenken um. Die Donnerstagsveranstaltung wird zeigen, ob der Protest der Anwohner weiter an Fahrt aufnimmt – oder ob das Projekt wie geplant voranschreitet.

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