Dortmunds Fußball-Fans eskalieren: Raub, Pyro und 152 Stadionverbote in drei Monaten
Mila WalterDortmunds Fußball-Fans eskalieren: Raub, Pyro und 152 Stadionverbote in drei Monaten
Fußballbedingte Gewalt führt in Dortmund zu zahlreichen Festnahmen und Ermittlungen
In diesem Jahr hat es in Dortmund im Zusammenhang mit Fußballspielen wiederholt Festnahmen und strafrechtliche Ermittlungen gegeben. Bei drei separaten Vorfällen kam es zu schweren Auseinandersetzungen zwischen Fans von Borussia Dortmund und gegnerischen Mannschaften, die zu Straftaten führten. Die Polizei reagierte mit vorläufigen Festnahmen, Stadionverboten und laufenden juristischen Schritten.
Der erste schwere Vorfall ereignete sich am 28. Januar 2026 vor dem Champions-League-Spiel zwischen Borussia Dortmund und Inter Mailand. Im Stadtzentrum wurde ein bewaffneter Raubüberfall verübt, wobei unklar bleibt, wer genau daran beteiligt war.
Am 28. Februar 2026 versuchten Auswärtsfans des FC Bayern München, sich gewaltsam an der Stadionabsperrung vorbeizudrängen. Vor und während des Spiels wurden Pyrotechnik-Körper gezündet, was zu einem Polizeieinsatz führte. Die Behörden leiteten anschließend 34 strafrechtliche Ermittlungsverfahren ein, unter anderem wegen Diebstahls, Körperverletzung, Sachbeschädigung und Verstößen gegen das Sprengstoffgesetz. 152 Personen erhielten Stadionverbot, während 16 Verdächtige vorläufig festgenommen wurden.
Der jüngste Zwischenfall ereignete sich am 21. März 2026 nach dem Bundesliga-Spiel zwischen Dortmund und dem Hamburger SV. Rund 300 größtenteils vermummte BVB-Fans umzingelten die Mannschaftsbusse des HSV und warfen Leuchtkugeln und Glasflaschen. Noch am selben Tag waren im Stadtzentrum zwei Raubüberfälle gemeldet worden, bei denen Dortmund-Anhänger HSV-Fans attackiert hatten. Insgesamt besuchten 81.365 Zuschauer das Spiel, darunter 7.770 Auswärtsfans.
Die Dortmunder Polizei betonte erneut ihr Engagement für die öffentliche Sicherheit und warnte, dass Täter, die Fußballveranstaltungen für Straftaten nutzen, mit harten Konsequenzen rechnen müssten. Die Vorfälle führten zu Festnahmen, Stadionverboten und laufenden Strafverfahren. Die Behörden überwachen weiterhin gewalttätiges Verhalten im Umfeld von Fußballspielen und leiten bei Bedarf weitere Maßnahmen ein. Mit Fortschreiten der Ermittlungen könnten zusätzliche juristische Schritte folgen.






