CNH krempelt Händlernetz um: Wer bleibt, wer muss gehen?
Tiefgreifende Veränderungen prägen derzeit den deutschen Agrarmaschinenmarkt, da CNH sein Händlernetz umstrukturiert. Langjährige Partner wie ABC Bruns und Engbers verlieren ihre Verträge, während Lankhorst als neuer exklusiver Händler einsteigt. Die Umbrüche sorgen für Unsicherheit über den künftigen Handel und Service in wichtigen Regionen.
CNH hat ABC Bruns die exklusiven Vertriebsrechte für New-Holland-Produkte entzogen. Allerdings bleibt der bestehende Vertrag aufgrund der Kündigungsfrist noch weitere 12 Monate in Kraft. Das Unternehmen gehört zu mehreren etablierten Händlern – darunter Mager & Wedemeyer, Engbers, Kotte Landtechnik und Agrartechnik Altenberge –, die von den Änderungen betroffen sind.
Unterdessen wechseln Lankhorst und Lankhorst Nord von Deutz-Fahr zu CNH und übernehmen als exklusive A-Händler den Vertrieb von Case IH, Steyr und New Holland. Engbers hat bereits eine langfristige Vertriebsvereinbarung mit Lankhorst getroffen, um weiterhin Zugang zu CNH-Produkten zu sichern. Trotz der Turbulenzen versichern die betroffenen Händler, dass sie Vertrieb, Service und Ersatzteilversorgung während der Übergangsphase aufrechterhalten werden.
Zwischen CNH und seinen Händlern laufen noch intensive Verhandlungen über die künftigen Konditionen. Besonders betroffen von der Neuausrichtung sind die bisherigen Case-IH- und New-Holland-Händler in Nordwestdeutschland. Ungeklärt bleibt jedoch, wie Deutz-Fahr künftig in der Region vertreten sein wird, da Lankhorst die Marke weiterhin parallel zu den CNH-Produkten betreuen wird.
Die langfristigen Auswirkungen auf den regionalen Handel und Service sind noch ungewiss. Die Händler passen sich den neuen Vereinbarungen an und sorgen dafür, dass der Betrieb während der Umstellungsphase weiterläuft. Wie sich die Veränderungen in den kommenden Monaten auf Landwirte und Zulieferer in Nordwestdeutschland auswirken, wird sich erst noch zeigen.






