CircuPEM: Wie Kreislaufwirtschaft die grüne Wasserstoffproduktion revolutioniert
Anna SchmitzCircuPEM: Wie Kreislaufwirtschaft die grüne Wasserstoffproduktion revolutioniert
Neues Forschungsprojekt CircuPEM gestartet: Nachhaltige Wasserstoffproduktion durch Kreislaufwirtschaft
Ein neues Forschungsvorhaben mit dem Namen CircuPEM hat das Ziel, die Nachhaltigkeit der grünen Wasserstofferzeugung zu verbessern. Im Mittelpunkt stehen Protonenaustauschmembran-Elektrolyseure (PEM-Elektrolyseure), die derzeit auf teure und knappe Rohstoffe angewiesen sind. Federführend ist die Ruhr-Universität Bochum, unterstützt durch Mittel aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE).
CircuPEM will ein Kreislaufwirtschaftskonzept für PEM-Elektrolyseure entwickeln. Das Vorhaben zielt darauf ab, die Wiederverwendung kritischer Materialien zu maximieren und so die Abhängigkeit von kostspieligen und schwer beschaffbaren Komponenten zu verringern. Für das auf drei Jahre angelegte Projekt stehen rund 2,9 Millionen Euro aus EFRE-Mitteln zur Verfügung.
Die Forschung gliedert sich in drei Phasen: Zunächst analysiert das Team die bestehende Wertschöpfungskette. Anschließend werden neue Geschäftsmodelle entwickelt und erprobt. Abschließend entstehen praktische Handlungsempfehlungen für die Industrie.
Zu den wichtigsten Partnern zählen das Heinz Nixdorf Institut (HNI) der Universität Paderborn, das Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT, die Direct Matter GmbH sowie die Heraeus Precious Metals GmbH & Co. KG. Julia Marie Vehmeyer, wissenschaftliche Mitarbeiterin am HNI, weist auf die Herausforderungen hin, die durch die hohen Kosten und die Knappheit der in der aktuellen PEM-Technologie verwendeten Materialien entstehen.
CircuPEM ist Teil des Innovationswettbewerbs GreenEconomy.IN.NRW und wird vom Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen sowie von der Europäischen Union gefördert.
Die Projektergebnisse könnten dazu beitragen, die grüne Wasserstoffproduktion nachhaltiger und kostengünstiger zu gestalten. Durch die Wiederverwendung kritischer Materialien könnte CircuPEM die Abhängigkeit der Industrie von knappen Ressourcen verringern. Die Empfehlungen werden bis zum Ende der dreijährigen Förderphase Unternehmen und politischen Entscheidungsträgern zur Verfügung gestellt.






