Busbranche ächzt unter Rekord-Dieselpreisen bis 1,75 Euro pro Liter
Maximilian MaierBusbranche ächzt unter Rekord-Dieselpreisen bis 1,75 Euro pro Liter
Busunternehmen in ganz Deutschland kämpfen mit Rekord-Dieselpreisen
Seit Anfang 2024 steigen die Dieselkosten um 15 bis 20 Cent pro Liter und erreichten im März 2026 etwa 1,75 Euro – ein Anstieg von 10 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Betreiber stehen nun vor schwierigen Entscheidungen, einige führen Zuschläge ein, um über die Runden zu kommen.
Besonders hart trifft es die Anbieter im Linienverkehr. Viele arbeiten mit Festpreisverträgen, die keine Anpassung an steigende Spritkosten vorsehen. Thomas Fischer, Inhaber eines Busunternehmens, bezeichnet die Situation als "nicht mehr tragbar". Seine Fahrzeuge müssen zu Marktpreisen betankt werden, ohne den Puffer einer eigenen Tankstelle.
Allein für eine Fahrt nach Südtirol fallen bei Fischer nun 200 Euro mehr für Diesel an. Um gegenzusteuern, plant er, künftig einen Kraftstoffzuschlag zu erheben. Kunden, die den Aufpreis nicht zahlen möchten, können Buchungen stornieren – ohne Strafgebühren.
Der Verband der Busunternehmen Nordrhein-Westfalen bestätigt die flächendeckende Belastung. Kollegen berichten, sie fuhren ihre Tanks bis auf Reserve leer, ohne dass Besserung in Sicht sei. Als Gründe für den anhaltenden Preisanstieg gelten höhere Rohölkosten und jüngste Steueranpassungen.
Die finanzielle Zwickmühle der Branche verschärft sich weiter. Unternehmen wie das von Fischer geben die Mehrkosten an die Reisenden weiter, andere müssen mit Stornierungen oder Streichungen von Verbindungen rechnen. Ohne Anpassungen der Langzeitverträge drohen weitere Einschränkungen.






