25 March 2026, 20:06

Bundesbank will Ein- und Zweicent-Münzen durch Fünfcent-Rundung ersetzen

Alte deutsche 5 Kronen-Banknote mit einem Lineal am unteren Bildrand.

Bundesbank will Ein- und Zweicent-Münzen durch Fünfcent-Rundung ersetzen

Die deutsche Bundesbank schlägt vor, Bargeldzahlungen auf den nächsten Fünfcent-Betrag zu runden. Damit sollen die Kosten für die Herstellung und den Umgang mit Kleingeld gesenkt werden. Mehrere EU-Länder, darunter Finnland und die Niederlande, haben bereits ähnliche Regelungen eingeführt.

Durch die Maßnahme würden Ein- und Zweicent-Münzen in Deutschland effektiv aus dem Zahlungsverkehr verschwinden. Ein Einkauf für 3,99 Euro würde im Barzahlungsverkehr beispielsweise auf 4,00 Euro aufgerundet, während 2,02 Euro auf 2,00 Euro abgerundet würden. Die Münzen blieben zwar weiterhin gesetzliches Zahlungsmittel, würden aber nicht mehr ausgegeben.

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Sieben EU-Staaten – Finnland, die Niederlande, die Slowakei, Irland, Italien, Belgien und Estland – runden Bargeldzahlungen bereits auf den nächsten Fünfcent-Betrag. Kein Land hat die Münzen vollständig abgeschafft, da dies eine EU-weite Entscheidung erfordern würde. Der Vorstoß der Bundesbank folgt auf eine Studie aus dem Jahr 2023, laut der noch immer die Hälfte aller Ladenzahlungen in Deutschland in bar getätigt wird.

Hohe Produktions-, Verpackungs- und Transportkosten für Kleingeld treiben den Vorschlag voran. In der Bevölkerung stößt die Idee auf breite Zustimmung: Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass 56 Prozent der Deutschen die Rundung befürworten. Einige Supermärkte in Nordrhein-Westfalen ermöglichen Kunden bereits jetzt, Beträge auf den nächsten Zehncent-Betrag aufzurunden, um den Differenzbetrag wohltätigen Zwecken zukommen zu lassen.

Wird der Plan umgesetzt, würde sich Deutschland anderen EU-Ländern angleichen, die Barzahlungen bereits runden. Die Änderung könnte die Kosten senken, während die kleinen Münzen weiterhin als Zahlungsmittel gültig blieben. Ein konkreter Zeitplan für die Einführung steht jedoch noch nicht fest.

Quelle