Borussia Dortmund ermittelt wegen historischen Missbrauchs durch Ex-Manager
Mila WalterBorussia Dortmund ermittelt wegen historischen Missbrauchs durch Ex-Manager
Borussia Dortmund sieht sich mit Vorwürfen historischen Missbrauchs durch einen ehemaligen Manager konfrontiert. Der Verein hat reagiert und eine unabhängige Untersuchung in Auftrag gegeben, um die Anschuldigungen aufzuarbeiten. Mittlerweile laufen die Ermittlungen – dabei geht es um mehrere mögliche Opfer.
Der mutmaßliche Missbrauch soll zwischen den frühen 1990er- und frühen 2000er-Jahren stattgefunden haben. Bereits 2010 erhielt Borussia Dortmund erste Hinweise auf das Fehlverhalten des damaligen Verantwortlichen, fand damals jedoch keine Beweise. 2018 meldete sich ein weiterer Spieler mit Vorwürfen, doch der Beschuldigte blieb weiterhin in verschiedenen Funktionen für den Club tätig.
Erst 2023 häufen sich neue Vorwürfe, die schließlich zu seiner Entlassung und dem Entzug seiner Ehrenmitgliedschaft führten. Bis November 2025 hatte der Verein eine externe Wirtschaftsprüfungsgesellschaft sowie eine auf Strafrecht spezialisierte Kanzlei mit der unabhängigen Aufklärung beauftragt. Noch im selben Monat durchsuchten Ermittler die Wohnung des Beschuldigten und beschlagnahmten elektronische Geräte.
Mittlerweile liegt die Federführung beim Staatsanwaltschaft Hagen, wo 23 mögliche Opfer erfasst wurden. Borussia Dortmund rechnet bis Jahresende mit dem Abschlussbericht. Der Verein hat zugesagt, die Ergebnisse nach Abschluss der Ermittlungen zu veröffentlichen. Der Fall wird weiterhin sowohl vom unabhängigen Untersuchungsteam als auch von der Staatsanwaltschaft aktiv geprüft. Bisher wurden keine weiteren Details bekannt gegeben.
