16 April 2026, 12:08

BOB Campus in Düsseldorf: Wie eine Fabrikbrache zum lebendigen Stadtviertel wurde

Eine Stadtstraße mit hohen Gebäuden im Hintergrund, Straßenlaternen, Straßenschildern, Motorfahrzeugen, Informationsanzeigen, Büschen, Bäumen und einem bewölkten Himmel, mit Gebäuden der Universität Rotterdam mit einzigartiger Architektur.

BOB Campus in Düsseldorf: Wie eine Fabrikbrache zum lebendigen Stadtviertel wurde

Aus einer ehemaligen Textilfabrikbrache in Düsseldorf ist der BOB Campus entstanden – ein lebendiges urbanes Zentrum, das Bildung, Wohnen und Gemeinschaftsleben vereint. Das von der gemeinnützigen Urbane Nachbarschaft BOB gGmbH getragene Projekt hat nicht nur ein vernachlässigtes Industriegelände wiederbelebt, sondern auch generationen- und kulturübergreifende Begegnungen gefördert.

Der Campus erstreckt sich über ein anspruchsvolles, 20 Meter abfallendes Gelände, auf dem einst ein marodes Fabrikgebäude aus den 1970er-Jahren stand. Statt eines Abrisses wurde die bestehende Struktur umgenutzt, mit verbesserten Lichtverhältnissen und funktionalen Anpassungen. Heute bilden 25 neu errichtete oder sanierte Gebäude einen gemischten Nutzungsraum mit Schulen, betreutem Wohnen, Arbeitsflächen und einem öffentlichen Park.

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Anwohner:innen und lokale Initiativen gestalteten den Campus maßgeblich mit und sorgten dafür, dass er den Bedürfnissen des Viertels entspricht. Dieser partizipative Ansatz stärkte die soziale Teilhabe und Vielfalt. Das Planungsteam – die Kölner Architekturbüros raumwerk.architekten Hübert und Klußmann sowie das Berliner Landschaftsarchitekturkollektiv atelier le balto – schuf eine Gestaltung, die das steile Gelände überbrückt und gleichzeitig Begegnungen fördert.

Das gemeinnützige Modell des BOB Campus garantiert langfristige Nachhaltigkeit, indem es den Gemeinschaftsnutzen über kommerzielle Interessen stellt. Die Erfolge des Projekts wurden bereits gewürdigt: Eine Jury lobte die gelungene Integration des Stadtteils trotz schwieriger Ausgangsbedingungen. Die offizielle Preisverleihung findet am 9. Februar 2026 im Düsseldorfer Kunstmuseum K21 statt.

Der BOB Campus steht heute als Vorbild für stadtteilnahe Revitalisierung, die Denkmalschutz mit modernen Gemeinschaftsbedürfnissen verbindet. Die Mischung aus Bildungseinrichtungen, Wohnraum und Grünflächen bietet dem Viertel eine dauerhafte Ressource, während die gemeinnützige Trägerschaft die Zugänglichkeit für künftige Generationen sichert.

Quelle