Bistum Münster wartet auf die Ernennung eines neuen Bischofs vor Ostern
Anna SchmitzBistum Münster wartet auf die Ernennung eines neuen Bischofs vor Ostern
Ein Jahr nach dem Rücktritt von Bischof Felix Genn bleibt das Bistum Münster ohne dauerhafte Führung
Antonius Hamers leitet das Bistum seit dem Rückzug Genns kommissarisch, während die Suche nach einem neuen Bischof weitergeht. Die Ernennung wird vor Ostern erwartet, die Amtseinführung ist für den Sommer geplant.
Felix Genn trat im vergangenen Jahr als Bischof von Münster zurück und hinterließ damit die Position unbesetzt. Seither hat Antonius Hamers die Aufgabe des diensttuenden Administrators übernommen. Er bleibt bis zur Wahl eines neuen Nachfolgers im Amt.
Das Verfahren sieht vor, dass Papst Franziskus dem Domkapitel eine Liste mit drei Kandidaten vorlegt. Das Kapitel wählt daraus den neuen Bischof aus. Weder die genaue Anzahl der Bewerber noch detaillierte Kriterien für die Besetzung wurden bisher öffentlich bekannt gegeben.
Der künftige Bischof wird das mitgliederstärkste Bistum Deutschlands übernehmen. Gleichzeitig fordern Initiativen wie die Reformbewegung Maria 2.0 mehr Rechte für Frauen und sichtbare Veränderungen unter der neuen Führung. Auch Ulrike Overkamp, Mitglied der Unabhängigen Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Missbrauchs, mahnt die Kirche zu einem einfacheren, unterstützenderen Kurs an.
In jüngsten Diskussionen stand vor allem ein anderes kirchliches Thema im Mittelpunkt: die Wahl Heiner Wilmers zum Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz (DBK).
Das Bistum Münster wartet auf einen neuen Bischof – die Bekanntgabe wird vor Ostern erwartet. Nach der Wahl soll die feierliche Amtseinführung im Sommer erfolgen. Die Entscheidung wird die Zukunft des größten katholischen Bistums Deutschlands prägen.






