Bergisch Gladbach hisst Flagge gegen Rassismus am Rathaus
Ein neues Banner mit dem Slogan "Bergisch Gladbach – Kein Platz für Rassismus!" weht nun am Rathaus der Stadt. Entworfen wurde es vom Bergisch Gladbacher Bündnis für Demokratie und Vielfalt, das erst vor wenigen Monaten als Reaktion auf die bundesweiten Debatten über Extremismus gegründet wurde.
Die Initiative entstand im Mai 2024, nachdem die Enthüllungen zum "Potsdamer Treffen" eine breitere Diskussion über Rassismus und Demokratie ausgelöst hatten. Die von Julia Bannenberg gestaltete Fahne wurde zum Symbol für den Widerstand der Stadt gegen Diskriminierung. Bei der offiziellen Enthüllung überreichte das Bündnis die erste Ausgabe an die stellvertretenden Bürgermeisterinnen und Bürgermeister Brigitta Opiela, Anna Maria Scheerer und Josef Willnecker im Rahmen einer öffentlichen Feier.
Seit ihrer Gründung hat die Gruppe zahlreiche Kundgebungen und lokale Projekte zur Förderung von Vielfalt mitorganisiert. Stellvertretende Bürgermeisterin Opiela betonte, dass sich das Engagement gegen Rassismus als lebenslange Aufgabe für alle Bürgerinnen und Bürger verstehe. Die Fahne ist für die Öffentlichkeit erhältlich – gegen eine Spende zur Unterstützung der Arbeit des Bündnisses.
Das Vorgehen der Stadt reiht sich in einen bundesweiten Trend ein. Zwar gibt es keine genauen Zahlen zu ähnlichen kommunalen Initiativen, doch für die "Internationalen Wochen gegen Rassismus" 2026 sind bereits über 5.000 Veranstaltungen in ganz Deutschland geplant, darunter in Regionen wie Potsdam-Mittelmark, Oberhavel und Berlin.
Die Präsentation der Fahne am Rathaus unterstreicht das sichtbare Bekenntnis Bergisch Gladbachs gegen Rassismus. Weitere Informationen zu den Kampagnen des Bündnisses und zur Bezugsmöglichkeit der Fahne finden sich auf der Website und den Social-Media-Kanälen der Initiative. Das Projekt spiegelt die anhaltenden Bemühungen wider, demokratische Werte in der Gemeinschaft zu stärken.






