22 March 2026, 16:06

Bauministerin Scharrenbach unter Mobbing-Vorwürfen: "Diese Frau hat mich zerstört"

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Scharrenbach bietet Mitarbeitern nach Missbrauchsvorwürfen Gespräche an - Bauministerin Scharrenbach unter Mobbing-Vorwürfen: "Diese Frau hat mich zerstört"

Nordrhein-Westfalens Bauministerin Ina Scharrenbach sieht sich mit schweren Vorwürfen wegen Mobbing und Machtmissbrauchs in ihrem Ministerium konfrontiert. Berichten zufolge herrscht dort ein von Angst geprägtes Arbeitsklima, in dem Mitarbeiter gesundheitliche Probleme entwickeln und sogar über einen vorzeitigen Ruhestand nachdenken.

Die Ministerin hat nun reagiert und bietet betroffenen Beschäftigten persönliche Gespräche an. Gleichzeitig räumte sie ein, dass ihr Führungsstil in manchen Fällen zu kurz gegriffen haben könnte.

Erste Hinweise auf Probleme in Scharrenbachs Führung erreichten Spitzenbeamte bereits Anfang 2025. Im Januar jenes Jahres informierte ein Personalvertreter einer Behördenorganisation Nathanael Liminski, den Chef der Staatskanzlei, über mutmaßliche Fehlverhalten in ihrem Ministerium. Zu den Vorwürfen zählte Mobbing; ein hoher Beamter wurde später mit den Worten zitiert: "Diese Frau hat mich zerstört."

Interne Dokumente und Notizen zeichneten das Bild einer toxischen Arbeitsatmosphäre, die von "Angst und Einschüchterung" geprägt sei. Mitarbeiter litten demnach unter gesundheitlichen Folgen, einige zogen einen vorzeitigen Berufsausstieg in Betracht. Allerdings gibt es keine Vergleichsdaten, die belegen, ob die Zustände in Scharrenbachs Ministerium schlechter sind als in anderen Ressorts Nordrhein-Westfalens.

Die Kritik verschärfte sich besonders während der Umstrukturierung der Digitalverwaltungsabteilung zu Beginn der Legislaturperiode. Scharrenbach und Staatssekretär Daniel Sieveke sprachen die Probleme in Gesprächen mit den Mitarbeitern an. Seither wurden Maßnahmen ergriffen, um die Führungskultur zu verbessern – darunter gemeinsame Treffen mit Betroffenen und die Einbindung des Personalrats.

Scharrenbach hat die Vorwürfe inzwischen zur Kenntnis genommen und erklärt, das Feedback habe sie tief getroffen. Sie gab zu, dass ihr persönlicher Arbeitsstil nicht immer gerecht gegenüber allen Mitarbeitern gewesen sei, und signalisierte Bereitschaft, sich direkt mit den Betroffenen auszutauschen.

Das Ministerium hat damit begonnen, Veränderungen umzusetzen, um die Führungsprobleme zu beheben – etwa durch Mitarbeitergespräche und die Beteiligung des Personalrats. Scharrenbachs Eingeständnis von Schwächen geht mit dem Angebot einher, in direkten Dialog mit den Beschäftigten zu treten. Ob die Maßnahmen langfristig zu einer Verbesserung der Arbeitsbedingungen führen, bleibt abzuwarten.

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