02 March 2026, 23:22

Bandenmäßiger Betrug in Münster: 26-Jähriger täuschte Senioren als falscher Polizist

Eine alte Visitenkarte mit einem Foto eines Schmuckherstellers und Text, der seine Dienstleistungen beschreibt.

Bandenmäßiger Betrug in Münster: 26-Jähriger täuschte Senioren als falscher Polizist

In Münster muss sich ein 26-jähriger Mann wegen bandenmäßigen Betrugs vor Gericht verantworten. Im Mittelpunkt des Verfahrens stehen sechs Einzelfälle, bei denen ältere Opfer dazu gebracht wurden, Bargeld und Schmuck herauszugeben. Die Staatsanwaltschaft geht von einem Gesamtschaden in Höhe von 162.000 Euro aus.

Die Betrüger gaben sich als Polizisten aus und warnten die Opfer, ihre Wohnungen seien von Einbrüchen bedroht. Auf diese Weise überredeten sie Senioren, Wertsachen zur angeblichen sicheren Verwahrung zu überlassen. Zwei der Geschädigten – eine Frau aus Beckum und ein Mann aus Sendenhorst – stammen aus der Region Münster.

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Weitere Fälle traten in Ostwestfalen auf, stets nach demselben Muster. Der Angeklagte soll demnach Wohnungen in der Türkei angemietet haben, um von dort aus die betrügerischen Anrufe zu tätigen und die Beute in Empfang zu nehmen.

Für März sind vier Verhandlungstage angesetzt; mit einem Urteil ist kurz danach zu rechnen. Der Beschuldigte hat angekündigt, sich im Laufe des Prozesses vor Gericht zu äußern.

Bei einer Verurteilung droht dem Mann eine mehrjährige Haftstrafe. Die Ermittlungen ergaben, dass sich die Betrugsfälle auf Beckum und Sendenhorst beschränken – weitere Opfer wurden in Deutschland nicht ausgemacht. Das Gericht wird nun über seine Beteiligung an dem 162.000-Euro-Schwindel entscheiden.