20 April 2026, 18:07

Apotheker droht 87.000-Euro-Rückforderung – ein juristischer Albtraum ohne Ende

Ein Plakat, das zeigt, dass Big Pharma in 2022 Amerikaner zwei bis drei Mal so viel für dieselben Medikamente berechnet hat wie in anderen Ländern, mit Bildern von Medikamentenflaschen und einer Spritze darunter.

Apotheker droht 87.000-Euro-Rückforderung – ein juristischer Albtraum ohne Ende

Christian Fehske, Inhaber der Rathaus-Apotheke in Hagen, droht eine Rückforderung von fast 90.000 Euro. Die Krankenkasse AOK Nordwest wirft ihm vor, gegen die deutsche Apothekenbetriebsordnung verstoßen zu haben. Der Streit zieht sich bereits seit über sechs Monaten hin – für Fehske eine enorme Belastung, die ihm schlaflose Nächte bereitet.

Auslöser war die Abgabe zweier hochpreisiger Rezepte für das Medikament Idhifa an denselben Patienten. Die AOK Nordwest stuft dies im Nachhinein als "unwirtschaftliche Überversorgung" ein. Daraufhin strich die Kasse die Erstattung komplett – die Summe beläuft sich auf über 87.000 Euro.

Fehske hat gegen den Bescheid geklagt, doch mit einer mündlichen Verhandlung rechnet er frühestens 2028. Verwaltungsgerichtsverfahren ziehen sich oft jahrelang hin. Die zermürbende Rechtsunsicherheit zehrt an seiner Motivation und Gesundheit.

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Hinzu kommt, dass eine Mitarbeiterin zu einer Krankenkasse wechselt – mit besserem Gehalt. Fehske warnt, dass solche Rückforderungsrisiken die Existenz seiner Apotheke bedrohen könnten.

Der Fall zeigt die finanziellen Herausforderungen, vor denen unabhängige Apotheken in Deutschland stehen. Fehskes juristischer Kampf könnte sich über Jahre hinziehen und sein Geschäft in der Schwebe halten. Gleichzeitig belasten Personalverlust und Dauerstress die Zukunft seiner Apotheke zusätzlich.

Quelle