23 March 2026, 16:05

Anne-Frank-Gesamtschule stärkt Erinnerungskultur mit Stolperstein-Projekten in Viersen

Steinbau mit Fenster und Holocaust-Gedenktafel mit Inschrift.

Anne-Frank-Gesamtschule stärkt Erinnerungskultur mit Stolperstein-Projekten in Viersen

Die Anne-Frank-Gesamtschule in Viersen hat ihre Zusammenarbeit mit dem Förderverein Erinnerungskultur (1933–1945) erneuert. Die auf drei Jahre angelegte Verlängerung soll lokale Bemühungen stärken, das Gedenken an die Opfer der NS-Zeit wachzuhalten. Gleichzeitig bereitet das Lehrpersonal neue Initiativen vor, um an bedeutende historische Daten zu erinnern.

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Ein zentrales Projekt ist die "Reinigung der Stolpersteine", eine Aktion, die von Schulleiterin Ilka Werner unterstützt wird. Die in Gehwege eingelassenen Messingplatten erinnern an Menschen wie Karoline und Wilhelm Jansen – lokale Opfer des Nationalsozialismus. Die genaue Anzahl der bereits in Viersen verlegten Stolpersteine ist in öffentlichen Unterlagen nicht eindeutig dokumentiert, doch engagieren sich Freiwillige weiterhin für ihre Pflege als Teil der städtischen Erinnerungskultur.

Die erneuerte Partnerschaft ermöglicht Schülern und Lehrkräften eine intensivere Auseinandersetzung mit historischer Forschung. Die Lehrerin Corinne Flasshoff leitet eine Projektgruppe, die im Stadtarchiv weitere Details über lokale Opfer sammeln wird. Ihre Arbeit ist eingebettet in schulweite Bestrebungen, den Unterricht mit aktivem Gedenken zu verknüpfen.

Die stellvertretende Vorsitzende Julietta Breuer betonte, dass Flasshoff zudem mit ihrer Klasse die Holocaust-Gedenkstätte erneut besuchen werde. Dies knüpft an laufende Schulaktivitäten zum 9. November an – ein Datum, das an die Reichspogromnacht erinnert und als zentraler Punkt der Reflexion dient.

Für Anfang 2027 plant die Stadt Viersen die Verlegung weiterer Stolpersteine. Die neuen Platten ergänzen die bereits in Viersen und Dülken vorhandenen und sorgen dafür, dass die Schicksale verfolgter Bewohner im öffentlichen Raum sichtbar bleiben. Das Engagement der Schule unterstreicht ihr Bestreben, jüngere Generationen über die Folgen historischen Unrechts aufzuklären.

Die Verlängerung der Partnerschaft und die geplanten Stolperstein-Verlegungen bekräftigen Viersens Verpflichtung zum Gedenken. Schüler werden sich an Forschungs- und Pflegeprojekten beteiligen und so Bildung mit konkreten Akten der Erinnerung verbinden. Die Initiativen zielen darauf ab, das Andenken an die Opfer zu bewahren und zugleich ein Bewusstsein für historische Verantwortung in der Bevölkerung zu fördern.

Quelle