15 May 2026, 16:08

Ampel-Chaos in Rheda-Wiedenbrück: Wie 47.000 Euro Steuergeld sinnlos verpufften

Eine vielbefahrene Autobahn mit hohen Gebäuden, Straßeninfrastruktur, Bäumen und einem bewölkten Himmel.

Ampel-Chaos in Rheda-Wiedenbrück: Wie 47.000 Euro Steuergeld sinnlos verpufften

Fehlgeplante Ampelanlage in Rheda-Wiedenbrück: Kritik an Verschwendung von Steuergeldern

Eine schlecht durchdachte Ampelregelung in Rheda-Wiedenbrück hat für Kritik gesorgt, weil sie öffentliche Mittel verschwendet. Die Stadt installierte vier Ampeln auf nur 20 Metern Strecke – eine Verwirrung für Autofahrer und Radfahrer gleichermaßen. Nun wurde die ungewöhnliche Anordnung in einem Bericht über staatliche Fehlinvestitionen thematisiert.

Der Fall begann, als die Stadt Sicherheitsmaßnahmen für Radfahrer an der Pixeler Straße vorschlug. Zunächst war eine Barriere im Gespräch, dann eine verlängerte Querungshilfe – doch beide Ideen wurden von übergeordneten Behörden abgelehnt. Sieben verschiedene Behörden waren an der Risikobewertung beteiligt, doch eine klare Lösung blieb aus.

Letztlich platzierte die Stadt vier Ampeln auf einer kurzen Strecke von nur 20 Metern – deutlich enger als die übliche Mindestdistanz von vier Metern. Der Bund der Steuerzahler bezeichnete die Anlage als verwirrend und unnötig, zumal Radfahrer stattdessen einen 40-Meter-Umweg in Kauf nehmen mussten. Die Kosten des Projekts beliefen sich auf 47.000 bis 51.000 Euro, hinzu kommen jährliche Wartungskosten von 1.000 bis 1.500 Euro.

Bundesweite Aufmerksamkeit erhielt der Fall, als der Comedian Mario Barth ihn in seiner RTL-Sendung Mario Barth deckt auf aufgriff. Auch der Bund der Steuerzahler nahm die Ampeln in sein Schwarzbuch auf – eine Sammlung von 14 Beispielen für Geldverschwendung in Nordrhein-Westfalen. Die Stadt räumte später ein, dass die Planung fehlerhaft war, und gestand die zusätzliche Belastung für die Steuerzahler ein.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Das Ampel-Debakel an der Pixeler Straße ist mittlerweile zum Symbol für bürokratische Ineffizienz geworden. Da keine Behörde die Verantwortung übernahm, muss die Stadt nun mit laufenden Kosten und öffentlicher Kritik leben. Der Vorfall hat zudem Diskussionen über eine bessere Abstimmung bei künftigen Infrastrukturprojekten ausgelöst.

Quelle