Altenberg plant KI-Kameras gegen Schleichverkehr während Großbaustelle
Anna KrauseAltenberg plant KI-Kameras gegen Schleichverkehr während Großbaustelle
Großbaustelle in Altenberg führt zu Forderungen nach schärferen Verkehrskontrollen
Die Sperrung einer wichtigen Straße in Altenberg hat die Forderung nach strengeren Verkehrsregelungen laut werden lassen. Die Fraktion Volt/FWG setzt sich für den Einsatz von KI-gestützten Kameras ein, um während der neunmonatigen Vollsperrung der Altenberger Domstraße Ausweichrouten zu überwachen. Ziel ist es, zu verhindern, dass Autofahrer auf der Suche nach Abkürzungen Wohngebiete als Schleichwege nutzen.
Die Sperrung der Altenberger Domstraße in Richtung Süden begann am 9. Februar 2026. Die Bauarbeiten sollen bis November andauern und zwingen Autofahrer zu einem acht Kilometer langen Umweg über Leverkusen-Schlebusch – was die Fahrzeit um etwa 20 Minuten verlängert. Behörden befürchten, dass viele stattdessen die schmalen StraßenNittumer Weg und Zehntweg nutzen könnten, die für starken Verkehr nicht ausgelegt sind.
Die Volt/FWG-Fraktion schlägt daher eine elektronische Überwachung vor, um die Zufahrt zu diesen Straßen auf Anwohner zu beschränken. Geplant sind KI-gestützte Kameras an Ein- und Ausfahrten, ähnlich wie in Hamburg, Berlin und München bereits im Einsatz. Diese Systeme erkennen automatisch Verstöße wie Raserei oder unbefugtes Befahren und ahnden sie per Videoanalyse – ganz ohne Polizeieinsatz.
Bevor es zur Umsetzung kommt, will die Fraktion in der Sitzung des Ausschusses für Mobilität und Verkehr am 3. März 2026 eine Machbarkeitsstudie beantragen. Sie betont, dass alle Maßnahmen eine klare rechtliche Grundlage, eine transparente Bürgerkommunikation und deutlich sichtbare Beschilderung erfordern. Zudem müssten die rechtlichen und finanziellen Folgen umfassend geprüft werden.
Falls der Vorschlag angenommen wird, sollen die Kameras die Einhaltung der Verkehrsregeln überwachen und Anwohnerzonen schützen. Gleichzeitig soll die Technologie sicherstellen, dass die Datenschutzbestimmungen bei der Durchsetzung eingehalten werden. Die Initiative folgt der Sorge, dass der Umleitungsverkehr die örtlichen Straßen überlasten könnte, die für zusätzliches Aufkommen nicht ausgelegt sind.






