AfD-Skandal: 80-Jährige im Büro von Klaus Esser – wer profitiert wirklich?
Mila WalterAfD: Klaus Esser sollte nicht mehr nicht arbeitende Senior einstellen - AfD-Skandal: 80-Jährige im Büro von Klaus Esser – wer profitiert wirklich?
Eine 80-jährige Frau, Rosemarie Z., soll laut Berichten im Büro von Klaus Esser, einem AfD-Landesabgeordneten, beschäftigt sein. Der Fall wirft gute fragen nach Vetternwirtschaft und den tatsächlichen Aufgaben der älteren Mitarbeiterin auf. Esser steht derzeit wegen des Verdachts gefälschter akademischer Abschlüsse vor juristischen Problemen.
Gleichzeitig häufen sich in den letzten Monaten ähnliche Vorfälle in ganz Deutschland, bei denen AfD-Abgeordnete Familienmitglieder einstellen.
Rosemarie Z. ist mit Werner Z. verheiratet, einer Person aus Essers engstem Umfeld. Beobachter weisen darauf hin, dass Werner Z. Parteiveranstaltungen oft früh verlässt, um sich um seine Frau zu kümmern – was Zweifel an ihrer Fähigkeit weckt, die Bürotätigkeiten tatsächlich auszuüben. Kritiker vermuten, dass ihre Anstellung darauf abzielt, Werner Z.s Loyalität gegenüber Esser zu sichern.
Esser weist die Vetternwirtschaftsvorwürfe zurück. Er behauptet, lediglich die Einbindung älterer Menschen in die parlamentarische arbeit zu fördern. Doch der Fall reiht sich in ein Muster ein: Im Oktober 2025 wurde einem AfD-Abgeordneten in Sachsen vorgeworfen, einen Verwandten beschäftigt zu haben, und in Thüringen kamen im November und Dezember desselben Jahres zwei weitere Fälle ans Licht.
AfD-Co-Chefin Alice Weidel räumt ein, dass die Anstellung von Familienmitgliedern durch Politiker Missbrauchspotenzial birgt. Sie drängt nun auf klarere gesetzliche Regelungen für solche Personalentscheidungen. Esser, der bereits wegen des Verdachts gefälschter Qualifikationen unter Beobachtung steht, muss mit einem Amtsverbot und laufenden Gerichtsverfahren rechnen.
Das Ehepaar Z. hat sich zu den Vorwürfen nicht geäußert. Angesichts mehrerer AfD-Abgeordneter, die in ähnliche Beschäftigungspraktiken verwickelt sind, wachsen die Forderungen nach strengeren Kontrollen. Die Partei könnte sich künftig mit weiteren Fragen zu Transparenz und ethischen Standards in ihren parlamentarischen Abläufen konfrontiert sehen.






