Acht Jahre Haft für Millionenbetrug mit Agrartermingeschäften in NRW
Anna SchmitzMillionenbetrug beim Handel mit Agrarrohstoff-Futures: Acht Jahre Haft in Nordrhein-Westfalen - Acht Jahre Haft für Millionenbetrug mit Agrartermingeschäften in NRW
Ein 57-jähriger Mann aus Beckum in Nordrhein-Westfalen ist zu acht Jahren Haft verurteilt worden, weil er einen Investmentbetrug im Millionenbereich betrieben hat. Das Gericht sprach ihn schuldig, Kunden zu täuschen, indem er sich fälschlich als Experte für Agrartermingeschäfte ausgab und gleichzeitig die finanziellen Risiken herunterspielte.
Zwischen 2019 und 2023 überredete der Angeklagte neun Anleger, fast zwei Millionen Euro in Agrarterminverträge zu investieren. Statt die Gelder sicher anzulegen, zweckte er Teile davon für private Ausgaben ab. Sein Betrugssystem beruhte darauf, sich als erfahrener Fachmann darzustellen und die Kunden über mögliche Renditen und Risiken in die Irre zu führen.
Im Prozess wurden 49 einzelne Anklagepunkte geprüft, wobei in 31 Fällen eine Verurteilung erfolgte. Bei der Strafbemessung wurden auch Vorstrafen berücksichtigt, allerdings wurden sieben Monate wegen überlanger Verfahrensdauer angerechnet. Behörden wie die BaFin und die Staatsanwaltschaft haben erste Opfer – vor allem Landwirte und Privatpersonen – identifiziert, doch die genaue Zahl der Geschädigten bleibt unklar.
Stand März 2026 liegen keine offiziellen Angaben zu weiteren Betroffenen vor. Die Ermittlungen zu den gesamten Auswirkungen des Betrugs dauern noch an.
Die achtjährige Haftstrafe spiegelt die Schwere des Betrugs wider, bei dem Anleger mit falschen Versprechungen gelockt und ihre Gelder veruntreut wurden. Zwar sind einige Opfer bekannt, doch die Gesamtzahl der Geschädigten bleibt unklar. Der Fall zeigt die Gefahren unregulierter Anlagegeschäfte und die Folgen finanzieller Täuschung auf.






