84-Jährige aus Hilden verliert 300.000 Euro an falsche Polizistinnen und Staatsanwältinnen
Anna SchmitzPolizeifake: Senior verliert 300.000 Euro - 84-Jährige aus Hilden verliert 300.000 Euro an falsche Polizistinnen und Staatsanwältinnen
84-jährige Frau aus Hilden bei Düsseldorf verliert Ersparnisse durch raffinierten Betrug
Eine 84-jährige Frau aus Hilden bei Düsseldorf hat ihr gesamtes Lebensersparnis verloren, nachdem sie Opfer eines perfiden Betrugs wurde. Kriminelle, die sich als Polizistinnen, Staatsanwältinnen und Bankmitarbeiterinnen ausgaben, brachten sie dazu, rund 300.000 Euro zu übergeben. Der Fall flog erst auf, als die Seniorin im März 2023 einen Kredit aufnehmen wollte.
Der Betrug begann im Dezember 2022, als eine Frau die Seniorin anrief und sich als Polizeibeamtin ausgab. Sie überzeugte sie davon, ihr Geld sei in Gefahr, und wies sie an, es abzuheben, in Gold umzutauschen und einem Kurier der Staatsanwaltschaft zu übergeben.
In den folgenden Wochen meldeten sich weitere Anruferinnen, die sich als Staatsanwältinnen, Richterinnen und Bankangestellte ausgaben. Jedes Mal bestätigten sie die Geschichte und setzten die Frau unter Druck, ihren Anweisungen zu folgen. Die Seniorin kam den Forderungen mehrfach nach und übergab schließlich fast ihr gesamtes Vermögen.
Der Schwindel wurde am 6. März 2023 aufgedeckt, als Bankmitarbeiter bei einem Kreditantrag verdächtige Aktivitäten bemerkten und sofort die Polizei alarmierten. Die Behörden betonten später, dass echte Polizistinnen oder Staatsanwältinnen niemals anrufen würden, um nach privaten Vermögenswerten zu fragen oder Bargeld, Schmuck oder Gold zur "sicheren Verwahrung" zu verlangen.
Zwischen März 2025 und März 2026 wurden bundesweit rund 1.200 ähnliche Fälle gemeldet, die meisten davon in Nordrhein-Westfalen und Bayern, wie Polizei und Bundeskriminalamt (BKA) mitteilten.
Der Fall der Frau zeigt, wie stark sich Betrügerinnen zunehmend auf Identitätsdiebstahl spezialisieren, um besonders schutzbedürftige Personen zu täuschen. Die Polizei ruft die Bevölkerung weiterhin zur Wachsamkeit auf und warnt davor, unerwartete Forderungen nach Geld oder Wertgegenständen unhinterfragt zu erfüllen. Die Behörden weisen ausdrücklich darauf hin, dass sie Bürgerinnen niemals auf diese Weise kontaktieren, um Gelder entgegenzunehmen.






